Es war ein überraschendes Verkehrschaos im Berufsverkehr: Autofahrer mussten am Dienstagmorgen mit erheblichen Behinderungen auf der A111 rechnen. Bereits am Morgen kurz vor 7 sprach die Verkehrsinformationszentrale von rund 40 Minuten Verzögerungen. Denn die A111 war stadteinwärts in Richtung Berlin-Charlottenburg gesperrt.

Zuerst wurde nur bekannt, dass kurzfristige Reparaturarbeiten im Tunnel Flughafen Tegel vonnöten seien. Auf Morgenpost-Nachfrage präzisierte die Autobahn des Bundes GmbH: „Aufgrund einer technischen Störung der Videoüberwachung im Tunnel musste dieser in Fahrtrichtung Süd unverzüglich voll gesperrt werden. Die Videoüberwachung stellt das zentrale Sicherheitssystem der Tunnel dar. Die Vollsperrung war daher notwendig, um die Instandsetzungsarbeiten sicher und schnell durchzuführen und anschließend wieder einen sicheren Betrieb für alle Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten.“

Ursprünglich sollte laut der VIZ die Reparatur bis spätestens 15 Uhr am Nachmittag abgeschlossen sein. Allerdings konnten die Arbeiten deutlich schneller als erwartet beendet werden. Die Vollsperrung wurde bereits um 12.25 Uhr wieder aufgehoben.

Tunnelsanierung in Tegel schützt seit 2008 vor Überflutungen

Seit 1979 verläuft der 940 Meter lange Tunnel unter Teilen der Start- und Landebahnen des damaligen Flughafens Tegel. In den Jahren 2006 bis 2008 wurde er für zwei Jahre vollständig gesperrt, um ihn für 39 Millionen Euro zu sanieren. Dabei erfolgten notwendige Arbeiten wie eine Abdichtung gegen Grundwasser sowie die Erneuerung der Verkehrsleitsysteme und Brandmeldetechnik.

Der Tunnel verfügt weiterhin über ein Regenwasserpumpwerk, um den Tunnel auch bei starken Regenfällen vor Überflutungen zu schützen. Auf seinem Areal ist die Tunnelleitzentrale für alle Berliner Autobahntunnel untergebracht.