Atomprogramm

Obama schließt keine Option gegen Iran aus

US-Präsident Barack Obama will die iranischen Atomwaffen verhindern. Dafür würden die USA keine Option vom Tisch nehmen.

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US-Präsident Barack Obama plant weitere Gespräche mit Russland und China über das iranische Atomprogramm. Obama sagte nach dem asiatisch-pazifischen Gipfel am Sonntag in Honolulu auf Hawaii, die Regierung in Teheran sei international „isoliert“. Und Russland und China teilten seiner Meinung nach die Ziele der USA. Es würden alle Wege ausgelotet, um zu sehen, ob das Problem diplomatisch zu lösen sei.

Jedoch würden die USA keine Option vom Tisch nehmen, um iranische Atomwaffen zu verhindern. „Nicht nur die Welt sondern auch das iranische Regime versteht, wie entschlossen wir sind“, betonte der US-Präsident.

Die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran haben nach Aussage von Obama „gewaltigen Biss“.

Israel fürchtet existenzielle Bedrohung

China und Russland hätten die selben Ziele „und ich glaube wir werden eng in dieser Frage zusammenarbeiten“, sagte Obama. Washington werde Moskau und Peking in den kommenden Wochen konsultieren, um zu sehen, welche anderen Optionen sich anböten. Obama hatte mit dem russischen Präsident Dmitri Medwedjew und dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao am Rande des APEC-Gipfels konferiert.

Die Atomenergiebehörde hatte am Dienstag einen alarmierenden Bericht veröffentlicht, wonach der Iran zumindest bis 2010 an der Entwicklung von Atomwaffen gearbeitet hat. Israel betrachtet das iranische Atomprogramm als existenzielle Bedrohung.