Preisanstieg

Energiesparlampen um bis zu 25 Prozent teurer

Pünktlich zum Verbot der 60-Watt-Glühbirne heben Hersteller die Preise für Energiesparlampen an. Sie verweisen auf teure Rohstoffe aus China.

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Den extremen Preisanstieg bei seltenen Erden bekommen Kunden bald beim Einkauf von Energiesparlampen zu spüren. Im Durchschnitt habe Osram die Preise für Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen um 20 bis 25 Prozent angehoben, sagte Osram-Vorstand Martin Goetzeler der "Financial Times Deutschland“. Die Preiserhöhung des Herstellers gelte ab dem 1. September .

Ebenso wie Osram erhöht auch der niederländische Elektrokonzern Philips seine Preise für Energiesparlampen. In Deutschland seien durchschnittliche Steigerungen zwischen 20 und 25 Prozent im Laufe der nächsten Monate geplant, sagte Konzernsprecher Steve Klink in Amsterdam.

Dies habe jedoch nichts mit dem Verbot der 60-Watt-Glühbirne zu tun. Philips-Konzernchef Frans van Houten habe bereits Mitte Juli bei der Vorstellung der Unternehmensbilanz für das zweite Quartal deutlich gemacht, dass angesichts steigender Kosten für Rohstoffe die Preise weltweit erhöht werden. So würden zum Beispiel auch Kunden in den USA künftig etwa bis zu einem Viertel mehr für Energiesparlampen hinlegen müssen.

Bei der Produktion von Leuchtmitteln werden dem Bericht der "FTD" zufolge die Metalle Europium, Terbium und Yttrium verarbeitet. Das Problem: Zum 1. September wird die 60-Watt-Glühbirne verboten, genauer gesagt ihre Produktion und ihr Vertrieb. Damit erreicht die EU-Verordnung von 2009 die nächste Stufe. Bisher fielen ihr 100- und 75-Watt-Glühlampen zum Opfer. 2012 folgen Glühbirnen unter 60 Watt und 2016 teils die Halogenlampe. An Energiesparlampen kommen Verbraucher dann nur noch schwer vorbei.