Erstrunden-Aus

Viertligist RB Leipzig blamiert Wolfsburg im Pokal

Großer Überraschungserfolg für RB Leipzig: Der Viertligist gewinnt im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Wolfsburg. Gladbach siegt klar gegen Regensburg.

Der VfL Wolfsburg hat sich zum Auftakt des DFB-Pokals blamiert. Der Fußball-Bundesligist scheiterte am Freitag in der ersten Runde sensationell beim ambitionierten Viertligisten RB Leipzig mit 2:3. Der VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach gaben sich gegen Drittligisten dagegen keine Blöße und zogen in die zweite Runde ein. Die Stuttgarter setzten sich 2:1 beim SV Wehen Wiesbaden durch, die Gladbacher gewannen 3:1 bei Jahn Regensburg.

Die Wolfsburger agierten eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den Außenseiter RasenBallsport Leipzig weit von ihrer Bestform entfernt. Einen frühen 0:2-Rückstand durch zwei Tore von Daniel Frahn (6./17.) glich der haushohe Favorit dank der Treffer der Neuzugänge Srdjan Lakic (25.) und Hasan Salihamidzic (28.) zwar binnen drei Minuten aus. Doch Torjäger Frahn warf die Mannschaft von Felix Magath endgültig aus dem Wettbewerb, als er seinen Dreierpack perfekt machte (45.).

Auch der abgestürzte Fußball-Traditionsklub Rot-Weiss Essen hat für eine kleine Überraschung gesorgt und erstmals nach vier Jahren wieder die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Der Regionalliga-Aufsteiger besiegte den Zweitligisten 1. FC Union Berlin etwas glücklich mit 4:3 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (2:2, 1:0) gestanden. Die „Eisernen“ aus der Hauptstadt scheiterten dagegen zum fünften Mal in Folge seit 2004 bereits in der ersten Pokal-Runde.

In Wiesbaden erwischte der VfB Stuttgart einen Start nach Maß - sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang. Für den ohne seine etatmäßige Innenverteidigung angetretenen schwäbischen Bundesligisten traf zunächst ausgerechnet Ersatz-Abwehrspieler Ermin Bicakcic (5.), Zdravko Kuzmanovic köpfte zum 2:1 ein (50.). Zlatko Janjic (28./Foulelfmeter) hatte für den Aufstiegsfavorit der 3. Liga zwischenzeitlich ausgeglichen.

1860 München verhindert mit Mühe Erstrunden-Aus

Der TSV 1860 München hat mit viel Mühe ein Erstrunden-Aus verhindert. Der Fußball-Zweitligist gewann am Freitag mit 3:2 (2:2, 1:2) nach Verlängerung beim Drittligaclub VfL Osnabrück und wahrte damit die Chancen auf die dringend benötigen Zusatzeinnahmen. Benjamin Lauth (107. Minute ) verhinderte mit seinem zweiten Treffer eine unliebsame Überraschung für die Mannschaft von Trainer Reiner Maurer.

Erstligist Borussia Mönchengladbach wurde bei Jahn Regensburg seiner Favoritenrolle gerecht. Im Jahnstadion bereitete Marco Reus erst mit einer Ecke den Treffer von Martin Stranzl (14.) vor, dann vollstreckte der 22-jährige Dribbelkünstler selbst (22.). Den Endstand stellte Igor de Camargo (70.) her. Für den Drittligisten traf nur der ältere Bruder von Nationalspieler Bastian Schweinsteiger, Tobias Schweinsteiger, per Foulelfmeter (31.).

Auch ein irreguläres Gegentor hat Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue nicht am Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals gehindert. Die Sachsen kamen beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken zu einem 3:1 (1:1, 1:0)-Sieg nach Verlängerung und meisterten damit erstmals nach drei Jahren wieder die Auftakthürde im Pokal-Wettbewerb. Der mit vier Punkten gut in die Zweitliga-Saison gestartete Klub aus Aue benötigte aber 120 Minuten, ehe der Sieg dank der Treffer von Jan Hochscheidt (100.) und Mike Könnecke (119.) feststand.