"Auszeit"

Wie RB Leipzig im Pokal für gute Laune sorgt

Wenn schon nicht aus spielerischen Gründen, dann sollte der Viertligist RB Leipzig der guten Unterhaltung wegen ins Finale des DFB-Pokals einziehen.

Foto: dapd / dapd/DAPD

Weil die Taschentücher beim Spiel gegen Wolfsburg Glück gebracht haben, sind RB Leipzigs Viertliga-Fußballspieler vor der Pokalpartie gegen Augsburg losgezogen, um in der Fußgängerzone Badelatschen zu verteilen. „Augsburger Pokalschlappe“ stand da in großen Buchstaben drauf, die Taschentücher waren bei der Erstrundenpartie (3:2) „für heulende Wölfe“ gedacht.

Bei so viel Humor bleibt zu hoffen, dass die Leipziger, die bisher gänzlich humor- und auch einigermaßen erfolgsfrei versucht haben, mit den Red-Bull-Millionen in die Bundesliga aufzusteigen, noch lange im Pokal bleiben.

Bananenschalen für die Bayern

Vor dem Achtelfinale gegen die Bayern werden sie auf dem Augustusplatz Bananenschalen auslegen. Statt des Chiquita-Logos kleben auf den gelben Schalen dann kleine „Peinlicher Bayern-Ausrutscher“-Schilder. Kurz drauf parken sie anlässlich des Viertelfinales elf Porsche-Rennwagen mit qualmenden Motorhauben vor dem Hauptbahnhof.

In der Luft formen die Rauchschwaden dann: „Stuttgarter Pokal-Panne“, je nach Windrichtung wäre auch das Bonmot vom „Betriebsunfall des VfB“ möglich.

"Herthas Untergang"

Im März, zur Halbfinalzeit, versenken sie in der Leipziger Seenplatte den Dampfer, der einst Hertha BSC den Namen gab, und hissen am Strand die Fahne mit der Aufschrift „Herthas Untergang“. Im Hintergrund skandierten die Leute „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Und ihr nicht.“

Im Endspiel, dem Highlight in der dreijährigen Vereinsgeschichte, wartet der Pokalspezialist aus Schalke. Obwohl sie vor dem Olympiastadion Tausende Fliegenklappen („Schalkes Pokal-Klatsche“) verteilt haben, reicht es für RB Leipzig nicht zum Sieg. Clemens Tönnies hat zuvor Bullensteaks auf den Speiseplan gesetzt.