Hyundai i10

Der kleine Frauenversteher ist groß im Geschäft

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Manfred Jerzembek

Auf dem deutschen Automarkt ist der Kleinwagen i10 von Hyundai schon lange ein Renner. Frauen nehmen 60 Prozent der Käufergruppe ein und entscheiden sich für das Vernunftauto.

Nichts zählt im Kleinwagen-Segment so sehr wie Augenmaß. Denn die in der Überzahl preissensiblen Kunden entscheiden sich für Fahrzeuge, welche vor allem beim Nutzwert punkten. Hyundai hat seinen Kleinwagen-Bestseller gezielt überarbeitet. Die Preisliste startet mit 10.290 Euro für den 1,1-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 69 PS.

Das Design zeigt an Front und Heck leichte Retuschen: So ist der Hyundai-typische Hexagonal-Kühlergrill nun auch beim Einstiegsmodell der südkoreanischen Marke Teil des optischen Auftritts. Modifizierte Leuchteinheiten und Nebelscheinwerfer bzw. neue Rückleuchten vervollständigen die neue Formgestaltung.

Das Motorenprogramm wurde auf zwei Benzin-Varianten begrenzt, den bislang verfügbaren Diesel gibt es nicht mehr. 70 bis 80 Prozent der Kunden werden sich für den 1,1-Liter-Motor entschieden. 60 Prozent der Zielgruppe sind Frauen, doch immerhin 10 Prozent aller i10 gehen an gewerbliche Kunden. Hier sind es vor allem soziale Pflegedienste, Kurier- und Servicefahrer, die das wendige Stadtfahrzeug schätzen. Wirtschaftlichkeit war deshalb die Devise: mit 4,7 Liter für die 69 PS-Version bzw. 4,6 Liter für die 1,2 Liter-Variante und 86 PS konnten immerhin bis zu 0,4 Liter Minderverbrauch gegenüber dem Vorgänger realisiert werden.

Im Fahrbetrieb kommt die von uns bewegte 1,2 Liter-Version zügig voran, beim Beschleunigen herrscht sogar eine sportliche und nicht unangenehme Klangfarbe vor. Die Instrumenteneinheit im direkten Blickfeld des Fahrers überzeugt mit dem klar gezeichneten und erfreulich groß dimensionierten Tachometer, an dessen linker Seite der nun serienmäßige Drehzahlmesser platziert ist.

Neben dem Basismodell in der Classic-Ausstattungsvariante gibt es den i10 1.1 für 11.690 Euro als Style. Ausschließlich mit dem Style-Paket ist der 1,2 Liter-Motor für 12.290 Euro lieferbar.

Eine eher seltene Möglichkeit für einen Kleinwagen offeriert Hyundai ebenfalls: eine für 1.090 Euro erhältliche Vierstufen-Wandlerautomatik. Fahrstabilität und passive Sicherheit profitieren, wenn das 910 Euro kostende Sicherheits-Paket geordert wird. Darin sind neben aktiven Kopfstützen für die Vordersitze und Vorhang-Airbags für die Fahrzeugseite auch Scheibenbremsen an der Hinterachse sowie nicht zuletzt das Fahrstabilitätsprogramm ESP enthalten.

Um den weiteren kommerziellen Erfolg des i10 ist es Hyundai auf dem deutschen Markt nicht bange. Rund 15.000 Einheiten dürften es werden. Im vergangenen Jahr fand der i10 genau 16.704 Käufer.

( SP-X/mj/mm )