Klassiker

Der VW Käfer ist der beliebteste Oldtimer

Das beliebteste Oldtimer-Modell Deutschlands ist der VW Käfer. Die meisten Klassiker tragen aber einen Mercedes-Stern.

Der Käfer läuft und läuft. Dieser alte Werbespruch von VW gilt immer noch, zumindest in Oldtimerkreisen. Mit deutlichem Abstand führt der Käfer die Hitparade der Zulassungen unter den Fahrzeugen mit H-Kennzeichen an. Auf den Plätzen folgen die drei Mercedes-Baureihen W114/115 „Strich-Acht“, der W110/111 „Heckflosse“ und der SL der Serie 107. Die Porsche-Modelle 911 beziehungsweise 930 und 912 komplettieren die ersten fünf.

Insgesamt stammen die meisten der mindestens 30 Jahre alten Fahrzeuge auf deutschen Straßen von Mercedes. Die Stuttgarter haben bereits früh den Wert der Klassiker für das Image der Marke erkannt und sich um ihre alten Schätze gekümmert. Mit 43.839 Einheiten führen die Schwaben deutlich vor VW, die von der Verbreitung des Käfers profitieren. 34.970 alte VW hat das Kraftfahrtbundesamt KBA aktuell gezählt. Außerdem sammeln die deutschen Autofahrer 15.125 Opel, 9909 Ford und 9465 Porsche.

Allerdings spiegeln die offiziellen Zahlen die Realität nicht ganz exakt wider, denn das KBA hat nur die mit dem H-Kennzeichen zugelassenen Modelle aufgelistet. So nutzen manche Sammler rote 07-Nummern, die zu Probe- und Einstellfahrten berechtigen. Besonders Fahrzeuge mit kleinem Hubraum werden gar nicht mit diesem Sonderkennzeichen für mindestens 30 Jahre alte Automobile im erhaltenswerten Zustand angemeldet. Mit einem normalen Nummernschild fahren sie günstiger als mit der pauschalen Besteuerung der H-Kennzeichen in Höhe von 193,73 Euro.

Insgesamt beläuft sich der Anteil der Oldies mit dem Sonder-„H“ auf dem Nummernschild auf 56,4 Prozent. Zweidrittel davon stammen von deutschen Herstellern. Unter den Importmarken liegen die Briten mit einem Anteil von 14 Prozent vor Amerikanern (7 Prozent) und Italienern (6 Prozent). Insgesamt hat das KBA 209.954 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen gezählt, ein Plus von 37,4 Prozent in fünf Jahren.