"Ach, wie ist der niedlich!“ Keinem Auto ist in den letzten Jahren mehr Sympathie entgegen geschlagen als dem Fiat 500. Denn mit seinem liebevollen Retro-Design ist der Kleinstwagen direkt in die Herzen der Deutschen gefahren und hat Fiat 2008 immerhin fast 20.000 Kunden gebracht. Und von denen haben viele zum ersten Mal die Geschäftsräume eines Fiat-Händlers betreten. Damit die Begeisterung anhält, geht die Charmeoffensive jetzt in die nächste Runde: Pünktlich zum Sommer startet der Cinquecento als Cabrio.

Ein Open-Air-Modell im klassischen Sinne ist der offenherzige Kleinwagen allerdings nicht. Sondern genau wie beim Original aus den Fünfzigern gibt es auch für die Neuauflage ein riesiges Faltdach, das ähnlich wie beim Smart oder beim Citroën C3 Pluriel auf Knopfdruck zwischen den Dachholmen nach hinten gleitet. Natürlich sitzt man darin nicht so luftig wie in einem offenen Mini oder im Peugeot 207 CC. Doch dafür kann man das Dach bei jedem Tempo öffnen, der Kofferraum wird nicht geschmälert, und die Frisur bleibt bei geschlossenen Seitenfenstern in Schuss. Außerdem dürfte sich bei dieser Konstruktion der Preisaufschlag in Grenzen halten, so dass der offene Viersitzer schon bei etwa 15.000 Euro starten sollte.

Obwohl das Cabrio mit spitzem Stift kalkuliert ist, haben die Italiener die Liebe zum Detail nicht vergessen: Deshalb gibt es natürlich eine Heckscheibe aus Glas. Die dritte Bremsleuchte ist so ins Dach eingenäht, dass man sie auch bei offenem Verdeck gut sehen kann. Und damit der Wagen auch immer hübsch aussieht, kann man das Verdeck wahlweise in Rot, Schwarz oder Elfenbein bestellen.

Unter der Haube bleibt beim Cabrio alles beim Alten: Es gibt den Wagen mit 75-PS-Diesel und zwei verschiedenen Benzinern, die 69 und 100 PS leisten. Und natürlich ist auch die neue Start-Stopp-Automatik im Cabrio zu haben. Nur über eine sportliche Abarth-Verion mit 135 PS ist beim offenen Cinquecento noch nicht entschieden.

Mit dem Cabrio haben die Italiener eine neue Zugnummer, die den Lifestyle-Flitzer auch im wachsenden Feld der Konkurrenz in den Schlagzeilen hält. Doch weiß Fiat sehr wohl, wie kurzlebig solche Moden sein können. Deshalb ist die Modellpalette mit der Open-Air-Version noch nicht komplett. Für die Familienplanung müssen sie dabei nur ins Firmenarchiv schauen. Dort ist die nächste Variante schon vorgezeichnet: Der kleine Kombi Giardiniera.