Tempo 325

Bentley baut schnellsten offenen Viersitzer der Welt

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Beim jüngsten Streich der VW-Edelschmiede Bentley wird es den Cabrio-Fans richtig heiß ums Herz: Der Continental Supersports avanciert mit 630 PS zum neuen Weltrekordhalter unter den Viersitzern ohne Dach. Erst bei 325 km/h kommen die Fahrwiderstände zum Ausgleich.

Bentley, Luxushersteller unter dem Dach von Volkswagen, erweitert seine Continental-Familie um eine Aufsehen erregendes Modell: Das viersitzige Cabriolet in der Supersports-Variante.

Wie schon beim Coupé steht sie für leichte optische Modifikationen, Gewichtsreduzierung und eine Leistungssteigerung um 20 auf 630 PS.

Mit dem optimierten 6,0-Liter-W12-Motor stürmt das Cabriolet in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Und der Sprint von 0 auf 160 km/h dauert 9,5 Sekunden.

Erst bei 325 km/h kommen die Fahrwiderstände zum Ausgleich, ohne dass ein Abregler vorzeitig eingreifen würde. Damit ist der neuen Bentley das schnellste viersitzige Cabriolet der Welt.

Die Entwickler um Ulrich Eichhorn haben den Supersports, der wie alle Continental-Modelle auf der modifizierten Plattform des VW Phaeton aufbaut, sportlich nachgeschärft.

Die Sechs-Gang-Automatik schaltet nun um 50 Prozent schneller als bisher und kann beim Herunterschalten einen Gang überspringen.

Das ESP-System lässt nach dosiertem Eingriff früher als zuvor erneutes Beschleunigen zu, und der Allradantrieb schickt nun 60 Prozent der Kraft auf die Hinterräder, um das Fahrverhalten einem Hecktriebler anzunähern.

Es ist Bentley gelungen, das Gewicht gegenüber dem GTC Speed um insgesamt 90 Kilogramm zu reduzieren. Die Hälfte davon geht aufs Konto der Kohlefaser-Leichtbausitze vorn.

Weitere 20 Kilogramm werden durch Kohlefaser-Keramik-Bremsen und zusätzliche zehn Kilogramm durch die 20-Zoll-Alufelgen eingespart. Trotzdem bringt das Cabrio noch immer 2.395 Kilogramm auf die Waage.

Der Verbrauch liegt nach EU-Norm bei 16,7 l/100 km (kombiniert); Bentley legt allerdings Wert darauf, dass der Supersports nicht nur mit Superbenzin, sondern auch mit Bioethanol (E85) oder einer beliebigen Benzin-E85-Mischung betrieben werden kann.

Wohl selten sind Zuckerrohr und Sojabohnen eindrucksvoller in Vortrieb verwandelt worden. Wer mit E85 sparen will, muss zuvor jedoch tief in die Tasche greifen: Der Preis für den Supersports liegt weit jenseits der 200.000 Euro.

( SP-X/mv )