Mazda sieht mit dem "3" seine Strategie bestätigt, umweltverträgliche Antriebstechnik mit anspruchsvollen Sicherheitsmerkmalen zu verbinden. Dazu soll der Kompaktwagen Fahrspaß bieten.

So wie in diesem Jahr der Golf, wird 2009 der Mazda3 in neuer Modellgeneration vorgestellt. Und analog zu VW haben sich auch die Schöpfer des neuen Mazda3 nicht weit aus dem Fenster gelehnt. Dass der Mazda3 der kommenden Generation aber tatsächlich mehr als nur aufpoliert wurde, wird auf einer letzten Abstimmungsfahrt spürbar.

Die Publikumspremiere erlebte die viertürige Stufenheck-Variante mit neuem 2,0-Liter-Vierzylinder- und dem bei uns nicht angebotenen 2,5-Liter-Vierzylindermotor auf der Los Angeles Auto Show Ende November. Zur Genfer Messe Anfang März wird die in Europa beliebte fünftürige Steilheck-Variante erstmals zu sehen sein.

Auf dem rauen Asphalt Islands rollt der neue viertürige Mazda3 mit Stufenheck lauter ab als das aktuelle Modell. "Wir fahren noch nicht mit Serienreifen", sagt Projektleiter Uwe Kracht vom Mazda- Entwicklungszentrum in Europa dazu. Das Fahrwerk auf 17-Zoll-Rädern wirkt straffer als im Vorgängermodell und die leichtgängige Lenkung noch ein wenig präziser. Typisch für Mazda ist die Sechsgangschaltung mit kurzen Wegen.

Der Mazda3 wird auf derselben technischen Plattform gebaut wie der Ford Focus und der Volvo C30. Von diesen drei Modellen wirkt der Mazda am sportlichsten. Unter der Haube kommt erstmals Mazdas neuer 2,0-Liter-Vierzylindermotor mit Benzindirekteinspritzung zum Einsatz. Er leistet 150 PS, verbraucht rund 20 Prozent weniger Treibstoff als der Vorgängermotor, dreht mühelos hoch, bleibt aber akustisch immer zurückhaltend.

Aufgrund der Bestimmungen zum Fußgängerschutz baut Mazda die Motorhaube des neuen Modells höher als bisher. Den sportlichen Ausgleich der Form übernimmt dafür eine um zehn Grad flacher ansteigende Frontscheibe.


Wie die tief heruntergezogene vordere Schürze dient auch die Dach- beziehungsweise Heckspoilerlippe der Aerodynamik. Denn zu den wichtigsten Entwicklungszielen Mazdas gehörte es, den Verbrauch zu senken und die Fahrdynamik zu verbessern. So bringt der 4,5 Zentimeter längere, einen Zentimeter breitere und 0,5 Zentimeter höhere neue Mazda3 auch durch die Verwendung von Leichtbau-Stählen zehn Kilo weniger auf die Waage als sein Vorgängermodell.


Spritziger als der Benziner zieht der ebenfalls neu entwickelte 2,2-Liter-Turbodiesel im Mazda3 Stufenheck an. Leise und gleichmäßig dreht er hoch, verkneift sich jedes Brummen zwischen 2000 und 3000 Touren und hängt ab 1800 Umdrehungen gut am Gas.

Mit 185 PS zählt der neue Dieselmotor zu den leistungsstärksten seiner Klasse. Steht der Zeiger des Drehzahlmessers zwischen 2000 und 4000, liegt das maximale Drehmoment von 400 Newtonmetern an. Projektleiter Kracht verspricht rund zehn Prozent weniger Verbrauch gegenüber dem 2,0-Liter-Dieselmotor im aktuellen Mazda3. Die noch sparsamere Alternative wird ein etwa 140 PS starker Dieselantrieb sein, der unter anderem mit Start-Stopp-Automatik ausgerüstet ist. Ihn wollen die Entwickler bis Ende 2009 zur Serienreife bringen.

Der neue Golf-Konkurrent von Mazda hat gute Chancen, sich als schnittige Alternative zum VW-Bestseller zu behaupten. In Deutschland sollte das Einstiegsmodell mit 80 PS starkem Benzinmotor ab 16.000 Euro zu haben sein, der Golf mit 80 PS kostet 16.500 Euro. Zur Grundausstattung des Mazda3 gehören der Schleuderschutz ESP, sechs Airbags – und die Gewissheit, ein Auto mit eigenständigem Design zu bewegen.