Mit einem Verbrauch von 9,1 Litern genehmigt sich der Q7 3.0 TDI nun 0,7 Liter weniger als bisher. Erreicht wird das unter anderem durch eine Bremsenergierückgewinnung, die in Brems- und Ausrollphasen die mechanische Energie in Strom umwandelt und in der Batterie zwischenspeichert. Diese "Rekuperation" genannte Technik setzt Audi in Verbindung mit allen Motoren des überarbeiteten Q7 ein.

Sparsamstes Modell ist der 3.0 TDI clean diesel, der auf 8,9 Liter kommt und mit einer aufwendigen Abgasnachbereitung ausgerüstet ist. Der Motor erfüllt die strenge US-Norm LEV II Bin 5 und auch schon die für 2014 angekündigten Euro 6-Grenzwerte. Die Reduktion der Stickoxide übernimmt dabei ein neuartiger DeNox-Katalysator. Direkt vor ihm spritzt eine Pumpe ein Additiv mit der Bezeichnung AdBlue ein (Harnstoffeinspritzung). Im heißen Abgasstrom zerfällt die Lösung zu Ammoniak, der die Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasser aufspaltet. Das Additiv AdBlue wird bei den fälligen Serviceterminen von der Werksattt aufgefüllt.

Auch beim Q7 4.2 TDI ist der Verbrauch gesunken– von 11,1 auf 9,9 Liter pro 100 Kilometer. Gleichzeitig hat der V8-Diesel an Kraft zugelegt – er schiebt den 2,2-Tonner nun mit 340 PS (plus 16 PS) Leistung und 760 Newtonmetern Drehmoment an. Um das Gewicht des Q7 zu verringern, besteht die Heckklappe aus Aluminium, ebenso wie die Motorhaube und die Kotflügel.

Um den überarbeiteteten Q7 auch optisch erkennbar zu machen, präsentiert sich der große Singleframe-Kühlergrill an der Front neu gezeichnet. Auch die Stoßfänger wurden überarbeitet; im unteren Bereich sind sie in schwarzer oder grauer Kontrastfarbe lackiert, je nach Wagenfarbe. Der neu integrierte Unterfahrschutz im Mittelteil des Stoßfängers trägt jetzt auffällige Rippen. Auch am Heck ist der untere Teil des Stoßfängers in Kontrastfarbe lackiert, serienmäßig strahlen die Rückleuchten in LED-Technik.

Neben den serienmäßigen Halogenscheinwerfern bietet Audi wie bisher eine Xenon plus-Variante und eine neue adaptive-light-Ausführung an, die neben dem Abblend-, Fern- und einem speziellen Autobahnlicht auch ein Abbiege- und Kurvenlicht integriert. In Verbindung mit den Xenonscheinwerfern erzeugen Leuchtdioden, zu U-förmigen Bändern zusammengefasst, das Tagfahrlicht. Auch die Blinker – als gerade Linien am oberen Rand der Lufteinlässe platziert – bestehen aus LED.

Im Innenraum gibt es ein paar neue Chromelemente, Ambiente-Leuchten in den Türverkleidungen und geänderte Stoffe. Ansonsten ist alles beim alten: Dank seiner drei Meter Radstand bietet der 5,09 Meter lange Audi Q7 im Innenraum mehr als ausreichend Platz. Die Sitzlehnen in der zweiten Reihe lassen sich dreigeteilt umklappen, wodurch ein ebener Ladeboden entsteht – der Gepäckraum wächst so von 775 auf 2035 Liter Volumen.

Gegen Aufpreis sind weitere Extras zu bekommen, etwa eine verschiebbare zweite Sitzreihe oder verschiebbare Einzelkomfortsitze. Zudem steht eine dritte Reihe für Passagiere bis 1,60 Meter Größe zur Wahl. Die Preise für das bullige SUV mit bis zu sieben Sitzplätzen steigen durch die Überarbeitung leicht. Der Basisbenziner mit 280 PS kostet ab 51.750 Euro, den Top-Diesel mit 500-PS-V12 gibt es ab 132.400 Euro.

lza