„Das Schöne ist, dass es in der Mini-Geschichte so ziemlich alles gibt", sagt der frühere Mini- und heutige M-Gmbh-Chef Kai Segler. "Rennwagen, den Moke und sogar Pick-ups oder eben Coupés." Beim Konzeptauto Coupé Concept ließen sich die Formgestalter von der Tradition inspirieren: Das golden schimmernde Dach etwa soll an Jack Brabham erinnern. Der wurde 1959 Formel-1-Weltmeister und trug einen goldenen Helm. Das Dach dagegen ist modern. Es ähnelt einer Baseball-Kappe, die verkehrt herum aufgesetzt wurde.
Als reiner Zweisitzer hat das Coupé eine stärker geneigte Frontscheibe als der Serien-Mini. Der Unterbau bis zur Gürtellinie ist hingegen serienmäßig. 211-PS-Motor und wesentliche Komponenten stammen vom John Cooper Works.
Auch das Cockpit blieb weitgehend unverändert. Hier sorgen besonders die herrlich duftenden Ledersitze vom italienischen Möbelbauer Poltrona Frau für exklusiven Charme. Das hätten wir dann in der Serie auch gern. Grünes Licht hat das Coupé allerdings noch nicht.
Die hat auch das Roadster Concept nicht. Leider, denn der Flitzer wirkt noch stimmiger als das Coupé. Die Roadster-Studie ist deutlich puristischer und mit weniger Lifestyle-Faktor ausgestattet als das Mini-Cabrio. Im Mittelpunkt steht vielmehr klassisches Roadster-Feeling. Bis zur A-Säule ist das Konzept mit dem Cabriolet identisch. Die Studie ist jedoch ganze sechs Zentimeter flacher, die Frontscheibe kürzer und stärker geneigt, das Heck verläuft nach unten hin breiter und wirkt wuchtig.
Zwei statt vier Sitze, ein manuelles Stoffverdeck und viel Gefühl. Ob der knackige Roadster tatsächlich in Serie geht hängt nicht zuletzt von den Publikumsreaktionen in Frankfurt ab. Unser Urteil: Bitte bauen, genau so, wie er auf der IAA steht.





