Bei Peugeot noch vor und bei Citroën kurz nach den Sommerferien geht die nächste Generation von Partner und Berlingo ins Rennen. Im Zuge des Generationswechsels legen Berlingo und Partner vor allem in der Länge deutlich zu: Sie wachsen um mehr als 30 Zentimeter und messen nun 4,38 Meter. Das reicht für ein variables Innenleben, das in der Pkw-Version selbst bei voller Bestuhlung noch 400 Liter Kofferraum bis zur Fensterunterkante garantiert.

Der Kastenwagen schluckt bei 1,8 Meter Ladelänge 3,3 Kubikmeter und bietet genügend Raum für zwei der standardisierten Euro-Paletten. Wer alle Sitze herausnimmt oder umlegt, kann sogar 3,7 Kubikmeter verstauen und auf drei Meter Länge laden. Weil die beiden praktischen Zwillinge zudem ein wenig in die Breite gehen, montieren die Franzosen von nun an auf Wunsch eine Beifahrerbank mit zwei Sitzplätzen in die erste Reihe.


Wie Renault haben aber auch die beiden Schwestern des Konkurrenzkonzerns ihre Lademeister nicht nur deutlich aufgeblasen, sondern zudem eine Charmeoffensive gestartet. Mit Fahrwerks teilen von Peugeot 308 und Citroën C4 Picasso, einem Interieur auf Limousinen-Niveau und einer Vielzahl neuer Ausstattungsdetails beweisen die Kleintransporter künftig noch mehr Familiensinn. So ist die Rückbank nun mit drei verschieb- oder herausnehmbaren Einzelsitzen jeder Großraumlimousine ebenbürtig. Ein großes Panoramadach lässt reichlich Licht herein, Staufächer zwischen den Dachluken nehmen den lästigen.


Kleinkram auf, und eine zu öffnende Heckscheibe sorgt zugfrei für Frischluft.
Peugeot geht sogar noch einen Schritt weiter. Während sich Citroën mit der gewerblichen und der privaten Variante begnügen will, plant die Konzernschwester zusätzlich erneut eine Offroad version mit erhöhter Bodenfreiheit und robusten Planken an den Flanken, die dem Lifestyle huldigt und auch abseits ausgetretener Pfade mobil machen soll. Welche Motoren die beiden Autos in Fahrt bringen sollen, haben die Franzosen noch nicht verraten. Nur der 110-PS-Diesel als Spitzenmotorisierung und die Verfügbarkeit des elektronischen Schleuderschutzes ESP sind bereits angekündigt.


Wem das größere Format und damit auch der wahrscheinlich um 1000 bis 2000 Euro höhere Preis (bisher ab rund 15 000 Euro) nicht zusagt, für den haben die Franzosen einen schönen Trost: Wie bei Renault der alte Kangoo bleiben für Preisfüchse auch bei Peugeot und Citroën die Vorgänger einfach weiter im Programm.