Potenzielle Neuwagenkäufer können sich beruhigt zurücklehnen: Auch nach dem Ende der Abwrackprämie hält der Preiskampf der Hersteller und Händler quasi unvermindert an. Zwar sind es nicht mehr unbedingt die Kleinwagen, die nun mit den höchsten Nachlässen angepriesen werden. Dafür tummeln sich im Rabattkatalog auch Premiummarken wie Audi (bis 29% günstiger), BMW und Mercedes (bis 21 %) oder Geländewagen wie der Ford Kuga (17%) oder der Jeep Grand Cherokee (19%). Das hat eine Erhebung der Zeitschrift Auto Motor & Sport ergeben.
Hinzu kommen Modelle, deren nächste Generation in den Startlöchern steht. Nach dem Motto: „Bevor der Neue kommt, hier noch schnell der Alte zum Sonderpreis“ bewirbt zum Beispiel Opel den Astra 3 mit 42 % Rabatt. Schon im November steht sein Nachfolger bei den Händlern. Ähnliches gilt für den Audi A3, dessen Facelift Anfang nächsten Jahres erwartet wird.
Die geringsten Rabatte gibt im Moment Marktführer Volkswagen (13%), gefolgt von den größten Gewinnern der Abwrackprämie wie Subaru, Suzuki oder Fiat. Ford liegt dagegen mit Nachlässen von 28 und 29 Prozent deutlich über dem Durchschnitt, den die Fachzeitschrift bei 21 Prozent errechnet hat.
Jene, die kaum oder gar nicht vom Abwrackboom profitiert, erhoffen sich nun im Sog der allgemeinen Kauflaune noch ein spätes Stück vom Kuchen. Andererseits klagt der Handel schon über eine extrem gesunkene Nachfrage. Prognosen für das Jahr 2010 rechnen mit Umsatzeinbrüchen von zumTeil über 50 Prozent. Dass die aufkommende Not den Handel erfinderisch macht, muss also nicht verwundern.
Die Augen offenhalten sollte die Kundschaft aber vorsorglich trotzdem. Denn Experten wie der Gelsenkirchener Auto-Forscher Ferdinand Dudenhöffer sagen den nächsten Höhepunkt der Rabattschlacht für das kommende Frühjahr voraus.
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