Mini-Van

Fords Mäxchen hat sich fein herausgeputzt

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Thomas Geiger

Foto: Ford-Werke GmbH, Koeln

Ford hat Dank der Abwrackprämie gute Geschäfte mit seinem Kleinwagen Fiesta gemacht. Doch in der Kompaktklasse geht nicht viel. Zu mächtig ist die Konkurrenz von VW Golf und Opel Astra. Deshalb soll nun die neue Generation des C-Max das Segment der Mini-Vans aufmischen. Wenn er nicht zu spät kommt.

Ford gerät in der Kompaktklasse so langsam ins Hintertreffen. Nicht nur, dass der Focus auf verlorenem Posten gegen den VW Golf kämpfen und sich jetzt auch noch eines neuen Opel Astras erwehren muss.

Auch sein geräumiger Bruder C-Max hat mittlerweile eine Staubschicht angesetzt, weil er schon sechs Jahre gegen VW Touran und Opel Zafira fährt.

Also nehmen die Kölner so langsam die Zukunft ins Visier und präsentieren zur IAA als erstes Modell auf der nächsten Plattform den neuen C-Max.

Mit dem kleinen Van, der sich bis auf des wohl doch wieder relativ konventionelle Türkonzept überraschend eng an die Genfer Studie hält, schlagen sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.

Denn das sportliche Design mit vielen Genen des aktuellen Fiesta soll nicht nur gelangweilte Familienväter von der Konkurrenz zurück erobern, sondern zugleich einen ersten Ausblick auf die Formensprache des nächsten Focus geben.

Zwar gibt es noch keine Angabe zu den Maßen oder zum Platzangebot. Wie variabel der Innenraum wird, haben die Kölner noch nicht verraten. Und auch zur Ausstattung gibt es bis auf die Ankündigung eines Einparkautomaten und eines Totwinkel-Wächters war bislang nichts zu hören.

Doch zumindest die Motorhaube haben die Kölner schon ein wenig gelupft.

Dort steckt der erste Vertreter der neuen Motorenfamilie „EcoBoost“, die mit Aufladung und Direkteinspritzung dem Trend zum Downsizing folgt und ab 2010 den Wolfsburger TSI-Motoren Paroli bieten will.

So reichten dem Vierzylinder aus der Genfer Studie, der etwa 20 Prozent sparsamer sein soll als konventionelle Motoren, 1,6-Liter Hubraum für respektable 180 PS.

Weil Ford zudem eine neue Doppelkupplung und die ebenfalls für 2010 versprochene Start-Stopp-Automatik einbaut, die Karosserie sehr leicht und der Luftwiderstand gering ist, wird der Sportler zum Sparer und soll im besten Fall mit weniger als fünf Litern zufrieden sein.

Mit dem neuen C-Max könnte Ford also durchaus erfolgreich in die Zukunft fahren.

Doch hat die Premiere auf der IAA einen entscheidenden Haken: Bis zum Serienstart dauert es noch fast ein Jahr. Da muss Ford aufpassen, der Zug bis dahin nicht schon wieder abgefahren ist.