Nein, es ist wieder mal kein Aprilscherz: In Berlins Bezirken Pankow und Mitte sollen künftig sogenannte „Clean-up-Touren“ stattfinden, bei denen Touristen mit Führern auf Müllsammel-Tour gehen. Die Touristen würden nämlich, so lese ich, in Berlin nur als Müllverursacher wahrgenommen, während die Einwohner ihnen dann hinterherräumten. Mit den Abfallsammel-Walks durch Mauerpark und Ernst-Thälmann-Park will man die Berlin-Besucher nun dazu bringen, mehr auf Sauberkeit zu achten. Zudem könnten sie sich beim Verrichten ihrer Dienste „als Teil der Stadt fühlen“.

Als Berliner kommt mir das seltsam vor: Viele Orte, in die es mich außerhalb meiner Geburtsstadt zog, wirkten auf mich sehr viel reinlicher. Warum sollten ausgerechnet Auswärtige Berlin verunreinigen? Ist hier nicht eher das allgemeine Laissez-faire das Problem? Und Berliner, die eigeninitiativ hinterherräumen, nun ja.