Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) bezirzt Tesla-Chef Elon Musk: In einem Schreiben an den US-amerikanischen Elektroautobauer drückt sie ihre Wertschätzung für Musk persönlich aus. Der Grund: Pop will den E-Auto-Pionier davon überzeugen, Berlin als Standort für eine Batteriezellen-Fabrik in Betracht zu ziehen. Gleich mehrere Flächen bietet sie dem Unternehmen an, zudem könne Berlin mit zahlreichen Forschungseinrichtungen und einem reichhaltigen Talente-Pool punkten. Musks Antwort ist noch nicht bekannt, aber das Werben Berlins um Tesla macht Hoffnung für den Wirtschaftsstandort.

Berlin boomt zwar seit Jahren. Doch die Wachstumsschmerzen nehmen zu. Erste Ökonomen haben bereits Wolken am Konjunkturhimmel ausgemacht. Firmen klagen über zu wenige Möglichkeiten, sich zu erweitern. Flächen sind rar, Gewerbemieten stark gestiegen. Und angesichts des Wohnungsmangels stellen sich viele Unternehmer die Frage, ob sie innerhalb des Stadtgebiets noch erwünscht sind.

Die Post an Tesla zeigt nun, dass der Senat gewillt ist, auch Firmen weiter Platz einzuräumen. Dabei ist es gut, dass sich die Politik nicht nur auf organisches Wachstum verlässt, sondern auch probiert, Unternehmen von einer Ansiedlung in Berlin zu überzeugen. Denn für die weitere Entwicklung der Stadt wird es entscheidend sein, dass Menschen attraktive und gut bezahlte Arbeitsplätze finden. Ein Unternehmen wie Tesla kann dabei ohne Frage helfen.

Um im Wettbewerb mit anderen Regionen bestehen zu können, muss die Politik aber auch über die Stadtgrenze hinausschauen. Natürlich hat Brandenburg weitaus mehr Spielraum als das dicht besiedelte Berlin. Eine stärkere Kooperation würde die Chancen im Ansiedlungs-Poker für beide Länder erheblich verbessern.

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