In Berlin ging am Freitag die Fashion Week zu Ende. Im Modezelt am Brandenburger Tor zeigten zum Abschluss Labels wie Michael Sontag, Anne Gorke und Moga e Mago ihre Kollektionen für den nächsten Frühling und Sommer.
Zum Ausklang hat am Abend der Berliner Designer Michael Michalsky zur traditionellen Stylenite ins Tempodrom. Auch in diesem Sommer hatte der Berliner Designer weder Kosten noch Mühen gescheut, um seinen Gästen einen Abend der Extraklasse zu bieten.
Neben der neuen Michalsky-Herren- und Damenkollektion gab es in der Show Auftritte der schwedischen Band Nonono und des US-Popduos MsMr zu sehen. Bei der ebenfalls Kultstatus genießenden Aftershow Party sorgten die DJs von Tiefschwarz für den richtigen Sound.
Ebenso erstklassig wie die Show war auch die Gästeliste. Klaus Wowereit, Anna Maria Mühe, Christoph Metzelder, Anna Thalbach und Barbara Becker waren nur einige der prominenten Gäste des Abends.
Wowereit über fehlende Modenamen
Die Berliner Modewoche war nach Einschätzung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) ein voller Erfolg. „Berlin ist dabei, auch in der Modewelt zu einer unverzichtbaren Adresse zu werden“, sagte er.
„Auch das von manchen kritisierte Fernbleiben großer Modenamen wird sich für die betreffenden Unternehmen letztlich als Fehler erweisen.“ Labels wie Hugo Boss und Rena Lange hatten sich dieses Mal nicht an den Laufstegschauen beteiligt.
Als erfreulich wertete Wowereit vor allem das große Innovationspotenzial der 13. Fashion Week. Insgesamt zwölf Designer hätten sich erstmals mit ihren neuen Kollektionen präsentiert. „Die Veranstalter stellten damit erneut unter Beweis, dass sie mit immer neuen Ideen ihre Konzepte weiterentwickeln und den sich wandelnden Bedürfnissen auf dem internationalen Markt anpassen können.“
Nachhaltige Mode mit einem Hauch Luxus
Zahlreiche Shows sorgten am Freitag nocheinmal für Aufsehen.
Wer bei veganer Mode an Jute-Beutel und Rentierpullover denkt, liegt falsch. Die Berlinerinnen Anja und Sandra Umann machen seit 2009 mit ihrem Label Umasan High End Fashion - und verzichten dabei auf Tierprodukte wie Leder, Pelz und Wolle.
Inspiriert von japanischer Schlichtheit trugen die Models fließende Kleider, weite Mäntel und weiße Blusen zu schwarzen, schmalen Hosen.
Die Zwillingsschwestern von Umasan machen nachhaltige Mode mit einem Hauch Luxus für Frauen und Männer. In der ersten Reihe saßen bei der Show unter anderem Anastasia Zampounidis und Alexandra Polzin.
Unter dem Motto "Instanbul Next" zeigten gleich vier junge türkische Labels ihre neuen Kollektionen: Asli Filinta, Ece Gözen, Nazli Bozdag und Nevra Karaca No. 7. Darunter an Bienenköniginnen erinnernde Abendkleider und gewagte Cut-out-Kreationen.
Mit der Unterstützung des türkischen Ministeriums für Kultur und Tourismus war es schon die zweite Show von vier ausgewählten Avantgarde-Designern bei der Berliner Modewoche.
Bunte Ethno-Muster und opulenten Schmuck gab es bei der Show von Miranda Konstantinidou zu sehen. Türkis, Rot, Grün und leuchtendes Pink dominierten die Kleider und Blusen und brachten sommerliches Feeling auf den Laufsteg. Prominente Fans des Labels wie Nadja Michael, Anna von Griesheim, Tamara Gräfin von Nayhauss und Annabelle Mandeng applaudierten in der ersten Reihe.
Ole von Beust beim Jeans-Label
Am Vormittag präsentierte das Label Blessed & Cursed (englisch für „gesegnet und verflucht“) seine neue Kollektion auf dem Dach des Hotel de Rome in Berlin-Mitte. Unter den Gästen war auch Hamburgs ehemaliger Erster Bürgermeister, Ole von Beust (CDU). Er stieg erst vor Kurzem als Investor und kaufmännischer Berater bei dem Hamburger Jeans-Label ein.
Von Beust kam mit seinem Ehemann nach Berlin. Beide tragen einen goldenen Ring am Finger. „Wir sind glücklich und eine Ehe dokumentiert die Verantwortung für einen Menschen“, sagte von Beust. Über den Altersunterschied zwischen ihm und seinen Partner sagte er: „Ich höre nicht auf das, was gehässige Menschen sagen.“
Nachlese zur „Place to B“-Party
Dass es bei der „Place to B“-Party von „Bild“ im „Sra Bua by Tim Raue“ heiß herging, lag nicht nur an der Musik von DJ Mousse T, der die prominenten Gäste bis in die Morgenstunden zum Tanzen brachte.
Moderatorin Sylvie van der Vaart und US-Sänger Robin Thicke steckten bereits beim Empfang im Restaurant des Sternekochs die Köpfe zusammen. Als sich das Geschehen in den dazugehörigen Club verlagerte, sah man die beiden in der VIP-Ecke sehr viel näher beieinander sitzen, als es für ein Gespräch unter Freunden notwendig gewesen wäre.
Wer war da noch gleich Guillaume Zarka? Von Sylvies neuem Freund fehlte an diesem Abend jede Spur.
An ihrer Seite hatte die Holländerin dafür eine neue beste Freundin vom Phänotyp Sabia Boulharouz. Diese blieb jedoch allein zurück, als ihre berühmte Begleiterin gegen 1 Uhr plötzlich das Weite suchte. Auch Robin Thicke wurde zu dieser Zeit nicht mehr im „Sra Bua“ gesichtet …
Insgesamt haben bei der Modewoche rund 2500 Aussteller auf zwölf verschiedenen Messen ihre Kollektionen gezeigt. Die Veranstalter rechnen für die vier Messetage mit zusammen etwa 250.000 Besuchern.
BM





