1500 Zuschauer, laute Musik- und Live-Acts – die perfekte Inszenierung: Jahr für Jahr schafft er es, dem Publikum mit seiner „StyleNite“ im Tempodrom den krönenden Abschluss der Berliner Fashion Week zu bieten. Zwei Wochen vor dem Event ist deshalb absolute Hoch- und Stressphase bei Michael Michalsky – Stunden voller Meetings und Entscheidungen. „Die meisten Tage enden erst spät in der Nacht“, sagt der Berliner Designer. „Dann bin ich ausgepowert, aber happy.“ Nicht nur die Kollektion wird fertiggestellt, sondern auch die Musik mit den DJs muss besprochen, Models müssen ausgewählt und die Bühne entworfen werden – in jedem Jahr neue Ideen, ein neues Thema.
„Sweet Freedom“ hat er seine Kollektion in diesem Jahr getauft, mit der er Trends für den Sommer 2014 setzen – aber auch ein gesellschaftliches Statement abgeben will. „Es geht um die persönliche Freiheit, die jeder Mensch anstrebt und die nicht gefährdet werden sollte“, sagt der 46-jährige Wahlberliner. „Wir leben in Deutschland in großer Freiheit, und Berlin ist dafür ein besonders starkes Symbol. Gleichwohl sehen wir gerade aktuell, wie auch im Westen diese Freiheit bedroht ist. Ich möchte die Sensibilität dafür aufrecht erhalten.“
„Smart, luxuriös und lässig“
Als „glamourös, casual und figurbetont“ beschreibt er die diesjährige Frauenkollektion. „Ich setze auf weiche, sehr angenehme Materialien in der wunderbaren Farbpalette des Meeres“, verrät Michalsky. „Das weite, ungezwungene Meer ist mein Symbol für ,Sweet Freedom‘ und daraus abgeleitet entstanden auch die beiden schönen Kollektionsprints.“ Die Herrenkollektion sei „smart, luxuriös und lässig“ fügt der Designer hinzu. Premiere feiert er mit einer „sensationellen“ Damenschuh-Kollektion, die „die Damen in der ersten Reihen begeistern wird“, ist sich Michalsky sicher.
Für den Designer, der Berlin zu seiner Heimat gemacht hat, sind die beiden Modewochen in der Hauptstadt die Höhepunkte des Jahres. „Ich bin sehr happy mit der Entwicklung, die die Fashion Week in Berlin genommen hat“, sagt Michalsky. „Sie ist das einzige und perfekte Schaufenster für die deutsche Mode. Es geht um den deutschen Markt, der einer der größten Modemärkte der Welt ist.“
Dass einige große Marken wie Boss und Escada in dieser Saison keine Shows in Berlin zeigen, spielt für den Designer keine große Rolle. Stattdessen seien wieder ein paar neue Labels dabei. „Wechsel gibt es immer, und Veränderung ist gut. Jedes Label muss für sich entscheiden, welcher Markt für ihre Produkte in der kommenden Saison der wichtigste ist. Und man kann eben nur eine Show machen.“ Dass er selbst keine Schauen von anderen Designern besuchen kann, bedauert Michalsky. Denn der Perfektionist plant bis zur letzten Minute, um auch in diesem Jahr wieder seinem Anspruch gerecht zu werden, der krönende Abschluss zu sein.




