Mehr noch als im vergangenen Sommer aber wurde deutlich, dass sich die Abläufe eingespielt haben. Medienrummel gab es, denn er gehört dazu. Doch er stand nicht im Vordergrund.
Das Augenmerk lag auf der Mode. So wichtig es ist, dass international erfolgreiche Marken wie Boss Black in der Stadt spektakuläre Präsentationen inszenieren, so gut ist es auch, dass sich Berlin auf die Kreationen seiner eigenen jungen Marken verlassen kann. Die Schau vom Designduo Scherer González etwa überzeugte genauso wie die beiden Nachwuchstalente, die den Förderpreis von P&C erhielten. Wunderbar auch, dass ein Designer wie Bernhard Willhelm mit seiner Installation erfrischend von der Norm abwich.
Für Unruhe sorgte ein anderer: Karl-Heinz Müller, Chef der Bread & Butter. Mit unerschütterlichem Selbstbewusstsein kündigte der neue Mieter des Flughafens Tempelhof den Termin seiner Messe für Anfang Juli an. Dieser liegt rund zwei Wochen vor dem bisher von der Fashion Week angepeilten Datum. Dass sich jetzt alle Beteiligten auf einen Termin einigen müssen, dürfte klar sein - und zwar auch der Stadt, die sich schon über den erwarteten Besucheransturm freut. Die Fashion Week ist vielversprechend. Sie kann aber nur funktionieren, wenn alle an einem Strang ziehen.



