Frisuren-Trend

Mutige Promi-Frauen tragen jetzt Fast-Glatze

Immer häufiger trennen sich weibliche Prominente von ihrer Haarpracht – Kurzhaarschnitte liegen wieder im Trend.

Von hinten betrachtet gleicht sie einem 18-jährigen Jungen, der gerade seinen Wehrdienst antritt. Androgyne Statur, schwere Doc-Martens-Schuhe und die Haare raspelkurz geschoren. Agyness Deyn, die mit bürgerlichem Namen Laura Hollins heißt, überraschte mal wieder alle. Das britische Model zeigte sich auf dem Coachella-Festival mit neuer Frisur. Für die Fast-Glatze trennte sich die 24-Jährige von ihrem Markenzeichen, dem Pixie-Cut. Agyness Deyn neigt zu Extremen – und das steht ihr gut. Feine, symmetrische Gesichtszüge, hellblaue Augen, volle Lippen brauchen keine Haarpracht, um von Makeln abzulenken.

Bei der Schauspielerin Natalie Portman, die sich 2005 als einer der ersten weiblichen Prominenten den Kurzhaarschnitt traute, verhält es sich ähnlich. Für den Film „V wie Vendetta“ machte sie kurzen Prozess.

Der Griff zum Haarschneider sollte wohl durchdacht sein, wie dieses abschreckende Beispiel beweist: Britney Spears markierte 2007 den Tiefpunkt ihres allmählichen Abstiegs von der Pop-Prinzessin zur Fleisch gewordenen Peinlichkeit mit einem spontanen Friseurbesuch. PR war ihr damit sicher, allerdings fürwahr keine gute. Nachdem sie ihren Rausch ausgeschlafen hatte, fiel es wohl auch Britney Spears auf: Kurze Haare stehen ihr nicht. Der Griff zur pinken Billig-Perücke machte es nicht besser.

Einen anderen Weg wählte Moderatorin Sylvie van der Vaart. Nach ihrer Krebserkrankung trug sie die ersten Monate eine Echthaarperücke, entschied sich nach der Chemotherapie, diese abzulegen und präsentierte sich den Medien mit Stoppelschnitt. Ein Schritt, der als mutig empfunden wurde, auf Begeisterung stieß. Vor allem bei Männern. Die haben angesichts der hübschen Niederländerin die Statistik ganz schnell widerlegt. Denn eigentlich, heißt es, bevorzugen 65 Prozent von ihnen Frauen mit langem Haar.