Sie inszeniert sich gern. In jeder Situation. Ihre Söhne holt sie in Louboutins aus der Schule, selbst im Fußballstadion verzichtet sie nicht aufs kleine Schwarze.

Es ist daher nur konsequent, dass sich Victoria Beckham in der deutschen Vogue für eine mehrseitige Fotostrecke ablichten lässt.

Und zwar unter dem „denglischen“ Titel „Queen of Posh“. Fotograf ist Alexi Lubomirski. Eher unbekannt, zumindest im Vergleich zu Juergen Teller, der sie für die Marc-Jacobs-Kampagne in eine überdimensionale Einkaufstüte setzte.

Doch sie tut was sie kann: Präsentiert sich, wie wir es gewohnt sind. Im schmalen Kleid, den Zobelmantel über den Schultern und die übergroße Sonnenbrille auf der Nase. Nichts an ihr scheint natürlich. Bis auf die Umgebung.

Auf einer staubigen Straße, auf der Terrasse einer heruntergekommenen Villa und im verdreckten Fast-Food-Restaurant posiert sie. Wobei die Kombination zwischen Kunstfigur Beckham und Kulisse nicht funktioniert.

Bizarr diese Mischung aus aufgesprühten Frida-Kahlo-Augenbrauen, feinem Spitzenblüschen und anzüglich gespreizten Beinen.

Eine Selbstdarstellung soll die Modestrecke schließlich sein. Doch wer diese Frau wirklich ist, bleibt nicht ersichtlich.

Ein Bild von Victoria Beckham bekommt man hingegen beim Lesen des Interviews. Dort beweist sie das, was sie über sich selbst sagt: „Ich rede wahnsinnig gern und freue mich, dass es jemand interessiert.“

Und so spricht sie überraschend offen über Tiefschläge in ihrem Leben, das ansonsten so glänzend wirkt, wie die Seiten der Magazine, in denen sie omnipräsent ist. Der Flop der Realityserie „Coming to America“ etwa, oder auch die Gerüchte um Affären ihres Mannes David.

Sie habe den fehlenden Ehrgeiz, von allen gemocht zu werden. Und spätestens mit diesem Satz wirkt sie menschlich. Soll sie das überhaupt?