Fernsehen

„The Voice“-Talent zieht sich aus – Sido nicht begeistert

In der letzten „The Voice“-Battle-Sendung fliegen Hosen, weinen Models und quietschen Rapper. Juror Sido urteilt: „Weniger ist mehr“.

Die Coaches der aktuellen Staffel von „The Voice of Germany“: Rocksänger Rea Garvey (v.l.), Rapper Sido, Sängerin Alice Merton und Sänger und Songwriter Mark Forster.

Die Coaches der aktuellen Staffel von „The Voice of Germany“: Rocksänger Rea Garvey (v.l.), Rapper Sido, Sängerin Alice Merton und Sänger und Songwriter Mark Forster.

Foto: André Kowalski / dpa

Berlin. Am Donnerstagabend haben die letzten Battles der diesjährigen Staffel von „The Voice of Germany“ stattgefunden. Und endlich treten auch zwei Talente auf, die den meisten wohl noch aus der Blind Audition in Erinnerung geblieben sind – wenngleich aus auch völlig unterschiedlichen Gründen.

Zum einen ist da Oxa, die sowohl mit ihrer akrobatischen Performance als auch ihrer Ausstrahlung und dem sehr ausgefallenen Styling mehr Blicke als Hörer auf sich zog. Zum anderen tritt Claudia auf. Die 18-Jährige wird schon als Titelaspirantin gehandelt.

„Manchmal ist weniger einfach mehr“, kommentiert Sido den Auftritt von Oxa, die mit dem Queen-Klassiker „Don’t Stop Me Now“ gegen Sabina Noronha antritt. Die beiden verbindet die Liebe zum Tanz. Damit begründet Coach Mark Forster auch seine Wahl.

„The Voice“-Talent zieht sich aus – Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei „The Voice“ geht es langsam in die ernste Phase, da wird schon mal zu härteren Mitteln gegriffen
  • Jetzt hat sich eine Kandidatin auf der Bühne ihrer Sachen erledigt
  • Einer, der das nicht so toll fand: Sido

„The Voice“-Talent zieht sich aus: Enger Einteiler mit Totenköpfen

Doch bei dieser Choreographie wird nicht nur getanzt. Oxa reißt sich auch mal eben ihre Hose vom Leib. Ein knallenger Einteiler mit Totenköpfen, der keinen Raum mehr für Fantasie lässt, wird offenbart.

Alice Merton: "Das wird mein cooler Spruch für "The Voice"
Alice Merton- Das wird mein cooler Spruch für The Voice

Während Rea Garvey, Alice Merton und Mark Forster völlig begeistert von dem Auftritt der beiden sind, mokiert Sido, es sei viel zu viel gewesen. Mit der Begründung, dass Oxa wohl als erstes Talent höhere Schuhe als Lena Gercke trägt – was Lena natürlich mit einem „ja, das stimmt“ kommentieren muss – , kommt Oxa eine Runde weiter.

Lob „Eine Person reicht als Gegner nicht“

Der Höhepunkt der diesjährigen Battles ist die Performance von Claudia. Sie tritt mit „Say Something“ gegen das Geschwister-Duo Emma und Felix Kohlhoff an. Schon jetzt hat Claudias Auftritt bei den Blind Auditions 19 Millionen Aufrufe bei Youtube. In ihrer Heimat Indonesien finden bereits Public Viewings statt.

„Eine Person reicht als Gegner nicht“, sagt Alice, als sie die Battlepartner verkündet. Und liefert damit wohl Claudia die Zusicherung auf das Finale. Das wäre für die Studentin in zweierlei Hinsicht eine große Freude: Nicht nur, dass sie in die Live-Shows einziehen würde, ihre Eltern wollen für diese auch nach Deutschland kommen. Auch interessant: Warum eine „The Voice“-Kandidatin plötzlich ihren Auftritt unterbrach.

„The Voice“: Und wieder der Sendungs-Evergreen „Say Something“

Mit sehr viel Gefühl und genauer Intonation interpretieren Claudia und die Kohlhoff-Geschwister den „The Voice“-Klassiker, der diesmal hoffentlich zum letzten Mal als Battle-Song gewählt wurde. „Say Something“ ist quasi ein Sendungs-Evergreen.

Vor fünf Jahren sangen Samuel, Sabeschni und Hannah bei „The Voice Kids“ die Herzschmerzballade, vor vier Jahren Michael Bormann und René Nocon bei „The Voice“ und vor drei Jahren Can bei der Kinderversion in den Blinds. Lediglich diese gewisse Überdrüssigkeit einer weiteren Cover-Version tut der sonst scheinbar vollkommenen Harmonie ein wenig Abbruch.

Eine starke Stimme reicht fürs „The-Voice“-Finale

Erwartungsgemäß entscheidet sich Alice für Claudia. Auch wenn ihre sonstigen Teammitglieder nicht so stark sind: Am Ende reicht es, wenn eines stark genug ist, um zu gewinnen. Und das ist Claudia. „Wie kann man so perfekt singen?“, fragt Sido. Der sonst nicht unbedingt schmeichelnde Coach ist völlig begeistert.

Enttäuschend ist das Battle des Teams Mark. Dalja Heiniger und Farman Isajew treten mit „Vermissen“ im Rap-Battle gegeneinander an. Was verheißungsvoll klingt, ist ähnlich nervig wie der „Tatort“ vom vergangenen Sonntag. Auch interessant: So manipuliert Rea Garvey bei „The Voice“ die Talente.

Es klingt ziemlich „squeeky“, findet Alice Merton

Wenn Zweistimmigkeit bedeutet, dass einer quietschend einfach nur eine Oktave höher singt, dann hat das wenig mit Musikalität zu tun. „Squeeky“, nennt Alice das und ist sich nicht sicher, wie sie das findet. Sido hingegen ist begeistert von Daljas Stimmfarbe, würde sich aber trotzdem für Farman entscheiden. Dieser Meinung schließt sich Mark an.

"The Voice of Germany"-Finale: Backstage mit Supercoach Jess Glynne
The Voice of Germany -Finale- Backstage mit Supercoach Jess Glynne

Zum Abschluss singen Erwin Kintop, der bereits an dem RTL-Konkurrenten „Deutschland sucht den Superstar“ teilnahm, aber mit seinem Ruhm nicht klarkam, und Nastja Isabella Zahour „Never Really Over“ von Katy Perry. Beide überzeugen mit viel Kraft und allerlei Schnörkeln in der Stimme. „Das ist das beste Battle überhaupt“, ist Rea Garvey überzeugt und entscheidet sich für Erwin.

Der mehrfache Steal bringt mehr Spannung

Doch auch für Nastja geht es weiter: Zwei Coaches drehen sich für den Steal Deal um. Während Mark und Sido argumentieren, warum es sinnvoll ist, in ihr Team zu kommen, sieht man backstage die Talente auf den Steal-Deal-Stühlen sehr nervös werden.

„Ich bin enttäuscht. Ich habe kurz nochmal an mich geglaubt“, meint die ehemalige „Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin Sally Haas mit Tränen in den Augen, als sich Nastja für ihren Coach Mark entscheidet.

Sido bei „The Voice“ öfter genervt

Das neue Konzept, mehrfach stealen zu können, schafft einen weiteren Spannungsbogen für den Zuschauer. Doch nicht nur für den, auch für die Kandidaten. Und die tun einem dabei ganz schön leid.

in den letzten Sendungen war es meist Sido, der nach den Shows für Aufregungen sorgte. Nicht immer zeigte er sich begeistert. So war er zuletzt ziemlich genervt von den „The Voice“-Talenten. Und das nicht zum ersten Mal: Als es zu einem Heiratsantrag auf der „The Voice“-Bühne kam, ging ihm das eindeutig zu weit.

„The Voice“ – ganze Folgen hier:

Sie haben die „The Voice“-Folgen verpasst? Schauen Sie sich die ganzen Folgen hier an.