Frank Plasberg wird nach dem Wirbel um seinen „Hart aber fair“-Talk mit dem Titel „Nieder mit den Ampelmännchen“ erneut das Thema Gleichberechtigung aufnehmen.
„Aufgrund der großen Debatte über die Sendung und ihr Thema hat die Redaktion entschieden, dass das Thema Gleichberechtigung der Geschlechter in voraussichtlich zwei Wochen in „Hart aber fair“ erneut aufgegriffen wird“, sagte WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn laut einer Mitteilung.
Wie „Bild“ berichtet, werden an der Sendung nach Möglichkeit dieselben Gäste teilnehemen wie in der ersten Variante, die aus der Mediathek gelöscht wurde. Die Redaktion von „Hart aber fair“ versuche dieselbe Runde zusammenzubekommen, es seien bereits alle Teilnehmer der gelöschten Sendung angefragt worden und bis auf Grünen-Fraktions-Chef Anton Hofreiter, der im Urlaub ist, hätten bereits alle zugesagt, heißt es in dem Bericht. Außerdem werde einer der Beschwerdeführerinnen gegen die Löschung aus dem Netz dabei sein.
Die Sendung wurde aber „von Frauenverbänden und Gleichstellungsbeauftragten als unseriös empfunden worden und hatte zu Programmbeschwerden und zahlreichen Protestbriefen geführt“, hatte der WDR erklärt. Der Rundfunkrat übte Kritik, und die ARD entfernte die Sendung aus ihrer Mediathek.
Fernsehdirektor Schönenborn wies Vorwürfe „der Zensur oder Selbstzensur“ zurück. „Die „Hart aber fair“-Sendung „Nieder mit den Ampelmännchen“ ist frei von äußerer Einflussnahme produziert, ausgestrahlt und von knapp drei Millionen Zuschauern gesehen worden“, so Schönenborn. „Sie wurde vor allem in den Wochen nach der Ausstrahlung breit diskutiert und intern analysiert, durchaus selbstkritisch. Sie nach einem halben Jahr aus der Mediathek zu nehmen, wo sie kaum mehr abgerufen wurde, war eine souveräne Entscheidung der Programmverantwortlichen.“



