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Castingshow mit Familienatmosphäre bei „The Voice“

Finale bei der vierten Staffel von „The Voice“: ein Blick hinter die Kulissen im Studio Adlershof, wo es für die Kandidaten vor allem eines im Überfluss gibt: Stress.

Foto: The Voice of Germany / obs

Einige Fans warten bereits seit 14.30 Uhr. Zwei Stunden später hat sich vor dem Studio H in Adlershof trotz winterlicher Temperaturen eine lange Schlange gebildet. Es ist der Tag des Halbfinales der vierten Staffel von „The Voice of Germany“. Einlass ist erst um 18.45 Uhr, doch die Fans der Castingshow sind hart im Nehmen. Viele von ihnen sind nicht zum ersten Mal hier. Die Tickets für das Finale am heutigen Freitagabend waren innerhalb weniger Minuten ausverkauft.

Auch für die acht Kandidaten hat der Tag bereits früh begonnen. Am Vormittag stehen Fotoshooting, Styling und Maske auf dem Programm. Ab 15.30 Uhr wird mit Moderator Thore Schölermann und den Coaches Rea Garvey, Samu Haber, Stefanie Kloß, Michi Beck und Smudo geprobt. Im Anschluss gibt es eine Ruhephase, bevor um 20.15 Uhr die Liveshow beginnt.

Bereits seit Mitte des Jahres sieht so der Alltag der potenziellen Popstars von morgen aus. Seit Juli wurden in Adlershof erst die einzelnen Runden, von den Blind Auditions über die Battle Round und die Knockouts, aufgezeichnet, seit Mitte November laufen die Liveshows. Die Atmosphäre bei „The Voice“ ist dementsprechend familiär. Während der Generalprobe sitzen Produktionsmitarbeiter im Publikum, auf den Sesseln der Coaches lümmeln abwechselnd Rea Garvey und seine Kollegen oder die Kandidaten, die gerade Pause haben.

Über Weihnachten haben die Finalisten Pause

Um 20 Uhr schlägt die Stunde von Christian Oberfuchshuber. Der Warm Upper bringt die Zuschauer im Studio in Stimmung, erklärt ihnen, wie und wann sie klatschen sollen, wo sich die Notausgänge befinden und dass die fünfminütigen Werbepausen in den kommenden drei Stunden für Toilettenbesuche und Zigaretten ausreichen müssen.

Am Ende eines langen Tages stehen Marion Campbell, Andrei Vesa, Charley Ann Schmutzler und Lina Arndt als Finalisten der vierten Staffel von „The Voice of Germany“ fest. Feierabend haben die Vier noch lange nicht. Im Anschluss an die Show warten zahlreiche Journalisten auf Interviews mit den Kandidaten. Da ist es bereits nach Mitternacht. An die Öffentlichkeit müsse sie sich erst noch gewöhnen, sagt die Berlinerin Lina Arndt. Selbst, wenn sie heute Abend nicht gewinnt, ist das sicher keine schlechte Idee. Nur über Weihnachten haben die acht Halbfinalisten eine kurze Pause. Ende Dezember gehen sie alle zusammen auf Tour.