RTL-DSDS

Aneta Sablik gewinnt die elfte Staffel von „DSDS“

Aneta Sablik aus Gelting hat am Samstagabend das Finale der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ gewonnen. Die Nachwuchssängerin bekommt jetzt 500.000 Euro und einen Plattenvertrag.

Foto: Andreas Rentz / Getty Images

Nach inzwischen 18 Folgen und zuletzt spektakulär eingebrochenen Quoten gibt es nun also eine Entscheidung. Deutschland hat einen neuen Superstar – oder sagen wir einstweilen leicht einschränkend: die 11. Staffel der RTL-Castingshow hat einen Gewinner: die 25-jährige Aneta Sablik, die in Polen Journalismus und Kulturwissenschaften studiert. Sie konnte im direkten Duell mit Meltem Acikgöz 57,9 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, nachdem der 28-jährige Sauerländer Daniel Ceylan zuvor aus dem Wettbewerb gewählt worden war.

Man tritt der Siegerin wohl nicht zu nahe, wenn man sie vorerst nicht auf der nächsten Grammy-Verleihung oder wenigstens bei den Echos erwartet. Denn die „Superstars“ der vergangenen Staffeln haben es insgesamt doch eher zu überschaubarem Ruhm gebracht. Oder kann sich noch jemand an Luca Hänni erinnern, an Daniel Schuhmacher oder Elli Erl? Sie haben allesamt die große Castingshow gewonnen – bei der es freilich, wenn schon keine Weltkarriere, so doch immerhin ein Auto zu ergattern gibt. Nebst einem Plattenvertrag über eine halbe Million – man weiß ja nie und probieren kann man es ja mal.

Die sinkende Popularität der Sendung wird es für Aneta Sablik trotzdem nicht leichter machen. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer sackte „Deutschland sucht den Superstar“ in den letzten fünf Folgen deutlich unter die zwei-Millionen-Marke. Da wirkte es fast wie eine Trotzreaktion, als RTL letztens eine zwölfte Staffel der Sendung ankündigte. Die drei Kandidaten jedenfalls schienen gestern auch gegen eine Atmosphäre lähmenden Desinteresses anzusingen, als sie auf der großen Bühne gegeneinander antraten. Daran änderten weder Nazan Eckes’ Kampfreden etwas noch das überlebensgroße Hologramm Dieter Bohlens, das zu Beginn der Show bedrohlich auf der Bühne erschien.

Mal rockröhrenhaft, mal sentimental

Drei Lieder durften die Kandidaten zu Gehör bringen – und da musste es natürlich einerseits rockröhrenhaft zugehen (wie bei Daniel Ceylan, als er Tina Turners „Simply the best“ schmetterte), dann wieder feminin-sentimental (wie Meltem Acikgöz, die Demi Lovatos „Skyscraper“ dahinschmachtete) oder auch auch voll strotzender Mannessehnsucht (wie Aneta Sablik mit Michael Jacksons „Dirty Diana“). Zuletzt traten sie mit Eigenkompositionen gegeneinander an – die diesmal, wie Dieter Bohlen im Vorfeld ohne Gründe zu nennen verkündete, ganz ohne seine Hilfe entstanden. Auch er scheint in die Show nicht mehr allzu viel von seiner Zeit investieren zu wollen.

Aber wir wollen hier keine schlechte Stimmung verbreiten. Mit Alexander Klaws und Larissa Marolt bekamen wir schließlich erst am Freitag bei „Let’s Dance“ zwei ehrgeizige junge Menschen vorgeführt, die uns schon aus anderen Auswahlshows des Privatfernsehens bekannt waren – sei es nun „DSDS“, das Dschungelcamp oder „Germany’s next Topmodel“. Vielleicht ist das ein Trost: Der Erfolg bei einer Castingshow qualifiziert vielleicht nicht zum Weltstar. Aber doch immerhin zum Castingshow-Kandidaten.