Sarah Connor räumt in der dritten Folge von "The Voice of
Germany" mal wieder ab: Kein anderer Coach wirbt so erfolgreich für sein Team wie die
Sängerin - nach den ersten beiden Episoden entscheiden sich auch in der aktuellen viele Kandidaten für die "Vincent"-Interpretin. "Am Anfang habe ich das Sarah Connor noch gegönnt", so
Coach Johannes Oerding. Sarah sei von Anfang an bei "The Voice"
durchmarschiert, pflichtet ihm sein Kollege Nico Santos bei. "Ich
würde es umbenennen wollen, von Blind Auditions in
Sarah-Connor-Festspiele", resümiert Mark Forster am Donnerstagabend.
Diese Einschätzung besiegelt die
41-Jährige, als sie das Talent Ann Sophie Dürmeyer für ihr Team
gewinnen kann. Dürmeyer ist keine Unbekannte: 2015 vertrat sie
Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC). Eigentlich hätte
Andreas Kümmert damals zum ESC fahren sollen, doch der sprang ab,
weswegen sie als Zweitplatzierte nachrücken durfte. "Das war schon
echt groß", erzählt die Musicaldarstellerin.
0 Punkte für
Deutschland: Dürmeyer über ihre ESC-Teilnahme
Doch der
Auftritt war ernüchternd: 0 Punkte gab es für ihren Song "Black
Smoke". "Ich wollte irgendwie noch stark bleiben, aber ich war
schon ganz schön traurig. Danach war einfach Stopp. Wer will denn
mit einem Verlierer ein Musical spielen?" Erst nach drei Jahren
habe sie sich wieder zu einer Audition getraut. Sechs Jahre später
steht sie wieder im TV, diesmal bei "The Voice".
Schon nach dem
ersten Ton von George Gershwins "Summertime" drehen sich Santos und
Connor um. Nur wenige Sekunden später folgen Forster und Oerding. "That's my Girl" ist Sarah siegesgewiss. "Oh mein Gott, ist das gut", ruft Niko. So begeistert hat man die Coaches in dieser Staffel noch
nicht gesehen.
"Ich finde, deine Seele hat den kompletten Saal hier
gefüllt", sagt Santos. Oerding habe sogar Gänsehaut gehabt, als sie von ihrer Niederlage beim ESC erzählt habe.
Ganz offensichtlich weiß die 30-Jährige noch nicht, in welches Team
sie gehen soll – bis Connor beiläufig fragt: "Wollen wir kurz was
zusammen singen?" Lesen sie außerdem: "Nicht gerecht": Sarah Connor schimpft über Corona-Maßnahmen

"Bitch Move" und "Weltniveau" – Mark Forster und
Johannes Oerding geben auf
Bei dem Auftritt wird mal wieder deutlich: Sarah Connor ist ein Faszinosum. Mit solch einer Beliebtheit der Sängerin
hat wohl niemand gerechnet. Zudem kennt sie scheinbar jeden Song. Denn auch
bei "Summertime" steigt sie mühelos ein und liefert gemeinsam mit
Dürmeyer ein Duett ab, das wohl in die Show-Geschichte eingehen
wird. Zwei Frauen mit großen Stimmen vereinen sich in einem Wiegenlied.
Nach diesem fesselnden Auftritt geben die
männlichen Coaches auf. "Das war ein richtiger Bitch Move",
beschwert sich Oerding, als die beiden ihr Duett beenden und alle
wieder Platz nehmen. "Das war Weltniveau", gesteht Forster. Dass
die Entscheidung, zu welchem Coach Dürmeyer gehen wird, längst
gefallen ist, ist da wohl jedem klar. Denn die Strategie geht auf:
Connor gewinnt einen weiteren Vierer-Buzzer für ihr Team. Lesen sie ebenfalls: Paula Dalla Corte ist "The Voice": 19-Jährige gewinnt Finale
Will
Church allerdings kann die Sängerin nicht für sich gewinnen. Mit
seiner facettenreichen Klangfarbe und der gefühlvollen Kopfstimme sorgt
der 26-Jährige für das zweite Highlight an diesem Abend und einen
weiteren Vierer-Buzzer. "Das war der Hammer", zeigt sich Connor
begeistert. "Man hat sofort gemerkt, das ist dein Handwerk", sagt
Santos, als er erfährt, dass Church Berufsmusiker ist. Johannes
Oerding sieht ihn nicht nur im Finale, sondern auch mit sich auf
Tour. "Zumindest mit dem richtigen Team", ergänzt er. Trotz dieses
verlockenden Angebotes entscheidet sich der Berliner für Team Nico.
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