Warnstreik

Tänzer von Berliner Staatsoper lassen Vorstellung ausfallen

Enttäuschung für die Besucher der Staatsoper im Schiller-Theater: Die Sonntagabendvorstellung ab 18 Uhr soll ausfallen. Der Grund: Die Tänzer des Staatsballetts streiken erneut.

Weil die Tänzer des Berliner Staatsballetts erneut in einen Warnstreik treten, fällt am Sonntagabend eine Vorstellung aus. Betroffen sei der Abend mit Choreographien von Nacho Duato, William Forsythe und Marco Goecke ab 18 Uhr in der Staatsoper im Schiller Theater, teilte die Gewerkschaft Verdi am Nachmittag mit. Das Theater bestätigte dies auf Anfrage.

Solange ihr Anliegen weiter ignoriert werde, müssten sie öffentlich Zeichen setzen, hatten Verdi-Tarifkommission und Ballettsprecher nach einem ersten Ausstand am Karfreitag erklärt. „Die Forderungen der Tänzerinnen und Tänzer nach modernen, auf die Besonderheiten des Staatsballetts Berlin zugeschnittenen tariflichen Regelungen liegen seit vergangenem Herbst auf dem Tisch. Dabei geht es nicht nur um eine leistungsgerechte Gagenstruktur, sondern auch um Regelungen zu Arbeits- und Ruhezeiten sowie zum Gesundheitsschutz“, heißt es in einer Mitteilung. Die „Blockadehaltung“ der Arbeitgeberseite sei „unverantwortlich“, so die Verdi-Verhandlungsführer.

Schon „Dornröschen“ fiel am Karfreitag aus

Am Karfreitag hatten die Tänzer bereits die Aufführung von „Dornröschen“ in der Deutschen Oper unangekündigt ausfallen lassen. Grund ist ein von den Tänzern angestrebter Haustarifvertrag. Die Stiftung Oper in Berlin und der Deutsche Bühnenverein verweigern nach Angaben von Verdi selbst Sondierungen mit der Gewerkschaft.