„Eulenspiegel“-Autor

Ostdeutscher Satire-Autor Ernst Röhl gestorben

Bis 1997 war Ernst Röhl Redakteur der Satire-Zeitschrift „Eulenspiegel“. Der Autor zahlreicher Bücher starb im Alter von 77 Jahren nach langer Krankheit.

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Der ostdeutsche Satire-Autor Ernst Röhl ist tot. Der 77-Jährige starb nach langer Krankheit am Montag im brandenburgischen Zepernick, wie die Eulenspiegel Verlagsgruppe am Dienstag mitteilte.

Röhls Spezialität sei die satirische Sprachkritik gewesen. Er habe mit Witz und Ironie Beschönigungen der Herrschenden aufgedeckt. Von 1965 bis 1997 war Röhl Redakteur der ostdeutschen Satire-Zeitschrift „Eulenspiegel“.

Zuvor habe Röhl die Folgen von Satire in der DDR selbst zu spüren gekommen. Laut Verlagsangaben war er als „Rädelsführer“ des Leipziger Studentenkabaretts „Rat der Spötter“ nach einer Aufführung verhaftet und abgeurteilt worden. Er musste sich dann zunächst als Holzarbeiter und später Korrektor durchschlagen.

Im Eulenspiegel Verlag kamen rund 20 Bücher von Röhl heraus. Dazu zählte nach dem Mauerfall auch „Der Ostler, das unbekannte Wesen“. Die letzte Publikation wurde 2010 unter dem Titel „Wörterbuch der Heuchelsprache“ veröffentlicht.

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