Trauer

Fotograf Robert Lebeck mit 85 Jahren gestorben

Robert Lebeck gehörte zu den großen deutschen Fotoreportern und schrieb mit seinen Bildern Mediengeschichte. Nun starb er im Kreise seiner Familie in Berlin.

Foto: Sören Stache / dpa

Der Fotoreporter Robert Lebeck ist tot. Er sei am Sonnabend im Alter von 85 Jahren im Kreise seiner Familie in Berlin gestorben, sagte seine Witwe Cordula Lebeck am Sonntag.

Lebeck gehörte zu den großen deutschen Fotoreportern und schrieb mit seinen Bildern Mediengeschichte. Er hatte seit den 50er-Jahren für Zeitungen und Magazine gearbeitet.

Ob Romy Schneider mit Schiebermütze, Joseph Beuys mit der Axt, Willy Brandt bei seinem Kanzler-Rücktritt oder Alfred Hitchcock hinter der Tür – Lebecks Fotos hielten große Momente des 20. Jahrhunderts fest.

Er war dabei, als Adenauer Churchill und Tito Chruschtschow empfing, als der Kongo unabhängig wurde und Khomeini in den Iran zurückkehrte. Er fotografierte Willy Brandt im Schwimmbad und Romy Schneider im Bett, den amerikanischen Präsidenten Johnson beim Hirschefüttern und Max Frisch beim Tischtennis. Und er hat dabei nie ein Teleobjektiv gebraucht.

„Der Degendieb“ seiner Reportage „Afrika im Jahre Null, 1960“ wurde zu seinem meist publiziertem Bild - zu seiner fotografischen Visitenkarte. Mehrere Ausstellungen würdigten das Leben Lebecks. So zeigte zu seinem 80. Geburtstag der Berliner Martin-Gropius-Bau 2009 die bisher umfangreichste Ausstellung seiner Fotos.

Lebeck war am 21. März 1929 in Berlin geboren worden. In Tempelhof war er aufgewachsen, dort war seine Schule. Er wohnte zeitweise in Südfrankreich. Seit 2001 lebte er wieder in seiner Geburtsstadt Berlin.

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