Kulturbaustelle

Sanierung der Staatsoper - Projekt wird neu ausgeschrieben

Laut einem Bericht trennt sich die Stadtentwicklungsverwaltung vom bisherigen Projektsteuerer - und sucht eine neue Firma.

Foto: Oliver Lang / dapd

Rund um die Sanierung der Staatsoper Unter den Linden gibt es erneut Ärger. Nach Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) trennt sich die Stadtentwicklungsverwaltung vom bisherigen Projektsteuerer, der Firma Drees & Sommer. Hintergrund sollen unterschiedliche Vorstellungen über den weiteren Fortgang des Projekts sein.

Eine Sprecherin der Verwaltung bestätigte die Angaben. Die Trennung sei aber „in beiderseitigem Einvernehmen“ erfolgt. Sie kündigte eine Neuausschreibung der Aufgaben an. Zwischenzeitlich übernehme ein Interimsprojektsteuerer die Arbeit. Drees & Sommer waren für eine Stellungnahme am Dienstagabend nicht erreichbar.

Die Sanierung der Oper war bislang mehrfach von Streit und Überraschungen begleitet. Wegen vorgeblich überraschender Holzfunde im Baugrund sollen die Arbeiten statt 2013 nun erst 2015 beendet sein. Zuvor gab es jahrelang Streit um die Gestaltung des Saales.

Die Grünen im Abgeordnetenhaus sehen bei der Sanierung der Staatsoper nun ein ähnliches Debakel wie beim Bau des neuen Berliner Flughafen. Die vom Senat beschlossene Neuausschreibung für die Planung der Staatsopern-Sanierung werde zu weiteren Verzögerungen bei dem Millionen-Projekt führen, erklärten die Sprecher für Bau- und für Kulturpolitik der Grünen-Fraktion, Andreas Otto und Sabine Bangert, am Mittwoch. Die finanziellen Folgen seien unabsehbar.