Erinnerungskultur

Neuer Wettbewerb für Einheitsdenkmal gestartet

Das erste Bewerbungsverfahren für das Einheitsdenkmal in Berlin-Mitte scheiterte 2009 mangels geeigneter Entwürfe. Nun hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann einen zweiten Wettbewerb ausgerufen. Das Besondere daran: Die Bewerber sollen dabei noch keine Entwürfe für das Denkmal einreichen.

Zweiter Anlauf für das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin: Nach dem spektakulären Scheitern des ersten Wettbewerbs im Jahr 2009 hat Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) ein neues Bewerbungsverfahren mit geänderten Regeln ausgerufen. Zunächst wählt eine Jury anhand von Arbeitsproben etwa 30 Teilnehmer aus, die sich dank ihrer künstlerischen Qualität und Erfahrung qualifizieren. Erst danach, in einem weiteren Wettbewerb, sollen die Kandidaten konkrete Vorschläge für das Design der Erinnerungsstätte einreichen.

Auch inhaltlich hat sich etwas geändert: Das Denkmal soll nur noch an die friedliche Revolution 1989 in der DDR erinnern. Der Plan, auch Freiheitsbewegungen der vergangenen Jahrhunderte zu würdigen, wurde fallengelassen. Das Denkmal solle „als nationales Symbol der Freiheit und Einheit Deutschlands in der Mitte Berlins errichtet werden“, sagte Neumann.

Beim ersten Wettbewerb im vergangenen Jahr hatten 532 Teilnehmer ihre Entwürfe eingereicht. Laut der Jury kam aber nicht einmal die für die zweite Stufe des Verfahrens notwendige Anzahl von etwa 20 geeigneten Vorschlägen zusammen. Das Verfahren wurde deshalb abgebrochen.

Die Bewerbungen im zweiten Wettbewerb müssen bis zum 26. März vorliegen.

( dpa/jw )