Filmpreis

Brandenburg jubelt über zwei Golden Globes

Bei den Golden Globes Awards in Los Angeles hatte das Medienboard Berlin-Brandenburg gleich doppelten Grund zur Freude. Denn zwei Filme, die von der Förderkooperation unterstützt wurden, bekamen den begehrten Filmpreis. Geschäftsführerin Kirsten Niehuus sieht dies als Beweis für die Attraktivität des Standortes.

Zwei Filme, die vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert wurden, sind am Sonntagabend mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet worden. Eine der begeehrten Trophäen ging in Los Angeles an den österreichischen Regisseur Michael Hanekes für den Streifen "Das weiße Band - eine deutsche Kindergeschichte", der als Bester nicht-englischsprachiger Film geehrt wurde. Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz wurde in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" für seine Rolle in Quentin Tarantinos "Inglourious Basterds" ausgezeichnet. Beide Filme wurden überwiegend in Brandenburg gedreht.

Der doppelte Globes-Erfolg sei auch eine große Auszeichnung für die Produzenten und zeige, "dass man in der Region von Originalschauplätzen über Studios und technische Dienstleister alles findet, was man braucht, um außergewöhnlich gute Filme zu drehen", sagte Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus.

Auch Kulturstaatsminister Bernd Neumann gratulierte. Die eindrucksvolle deutsch-österreichische Produktion habe sich gegen die starke internationale Konkurrenz durchsetzen können, betonte Neumann. Diese Auszeichnungen seien großartige Erfolge. Die Förderung beider Filme durch den Deutschen Filmförderfonds habe sich damit im wahrsten Sinne des Wortes als goldrichtig erwiesen.

Der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, gratulierte Haneke und dachte schon an die Zukunft: "Wir sind stolz darauf, Sie als Mitglied in unseren Reihen zu haben, und drücken Ihnen nun die Daumen für die Oscar-Nominierung im Februar", sagte Staeck. Haneke ist seit 2002 Mitglied der Sektion Film- und Medienkunst der Akademie. 1998 wurde er mit dem Konrad-Wolf-Preis der Akademie geehrt.

Die Filmstudios Babelsberg beglückwünschten Christoph Waltz zu seiner Ehrung. Sie zeige, dass deutschsprachige Schauspieler zunehmend international erfolgreich und wie wichtig internationale Koproduktionen wie "Inglourious Basterds" für den Filmstandort Deutschland seien, sagte der Vorstand der Studio Babelsberg AG, Christoph Fisser, in Potsdam.