Die Hitze macht auch dem Kino zu schaffen. Dabei können sie klimatisierte Säle bieten. Aber die Berliner gehen doch lieber baden. Oder wagen sich gar nicht vom Balkon. Die großen Hollywood-Studios halten ihre Ware deshalb eher zurück. Eine Ausnahme gibt es aber doch. Und die kleinen Arthouse-Verleiher versuchen, das für sich zu nutzen. Die Neustarts im Überblick:

  • „The Piano Tuner“

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Was für ein Paar: Dustin Hoffman und Leo Woodall, ein Altstar und ein Newcomer, als ungleiche Klavierstimmer, die beide lädiert sind: der ältere mit einem Hörgerät, der jüngere mit einem Hörschaden. Und doch hat letzterer ein absolutes Gehör – mit dem ihm auch das Knacken von Safes leichtfällt. „The Piano Tuner“ ist ein schräger Mix aus Buddy-Film, Romanze und Räuberpistole.

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  • „23.000 Seelen“

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Im Mittelmeer ertrinken im Schnitt acht Flüchtlinge am Tag. Ein Jugendlicher, der das nicht tatenlos mitansehen wollte, gründete schon 2016 den Verein „Jugend rettet“, sammelte, um ein Schiff zu kaufen – und konnte mit seinen Mitstreitern 23.000 Menschenleben retten. Bis die italienische Justiz einen Schauprozess erzwang, der Seenotrettung kriminalisieren wollte. Leider eine wahre Begebenheit, die hier erschütternd nachgespielt wird. Wozu zahlreiche Stars des deutschen Films selbst für kleinste Rollen zugesagt haben.

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Für Louis Hofmann war das eine besonders fordernde Rolle, aber auch „eine der schönsten und inspirierendsten Dreharbeiten, die ich je hatte“. Wir haben mit dem Schauspieler über diesen Filml gesprochen:

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  • „Minions & Monsters“

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Sie sind längst Filmstars, die kleinen gelben Animations-Wesen aus „Ich – Einfach unverbesserlich“-Filmen, die längst auch eigene Spin-offs bekommen haben. In ihrem jüngsten erobern sie jetzt auch Hollywood – und das schon zu Stummfilmzeiten. Und erleiden dann, weil sie bekanntlich nicht sprechen können, dasselbe Schicksal wie so viele Stars damals: Mit dem Tonfilm sind sie perdu. Es gibt hier zahllose herrliche Anspielungen auf die gesamte Filmgeschichte. Hätten die Macher es doch nur dabei belassen. Aber wie so oft bei den Minions-Filmen gerät die Dramaturgie in der zweiten Hälfte völlig aus der Spur.

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  • „Vom Traum, unsinkbar zu sein“

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Auch Schiffe haben eine Seele. Zu dieser überraschenden Erkenntnis führt dieser Dokumentarfilm. Mit dem Niedergang der DDR wurde das VEB Fischkombinat Rostock 1990 aufgelöst, die Flotte größtenteils verschrottet. Einige Schiffe aber auch verkauft – und teils von der alten Besatzung übernommen. Was aus ihnen wurde und welch unterschiedliches Schicksal sie erlebten, das wird anhand von vier exemplarischen Beispielen gezeigt. Den Sprecher aus dem Off gibt Charly Hübner, der langjährige Fernseh-Kommissar aus Rostock.

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  • „Die Camino-Therapie“

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Das Wandern ist des Kinos Lust. Da kann man immer schöne Landschaftsaufnahmen zeigen – und ein paar Stars, die den Wanderstab und ein paar Probleme mitnehmen müssen und auf dem langen Weg zu sich selbst finden. So weit, so bekannt. Dieser französische Film bietet da wenig Überraschung: Eine geschasste Lehrerin muss da einen jugendlichen Kleinkriminellen auf dem Jakobsweg begleiten. Eine Rehabilitation für beide. Das wird jedoch mit allzu pädagogischem Zeigefinger betont. Bleibt nur der Blick in die Landschaft.

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  • „Eine stürmische Affäre“

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Boy meets Girl – das ist die älteste Formel des Kinos. Wenn beide verheiratet sind, ist auch das längst bewährtes Muster. Und dem weiß dieser italienische Film wenig hinzuzufügen. Am Ende überrascht er dann zwar doch mit einer unerwarteten Wendung, aber das kann das Ruder auch nicht mehr herumreißen.

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Und das sagen die Filmkritiker:

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BMO_02G_Filmspiegel_0207_cs Filmspiegel 2.7.2026© BM Infografik / Berliner Morgenpost | C. Schlippes

Weiterhin im Kino: