Ein wenig Katerstimmung ist ja schon dabei, wenn Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany’s“ gleich anfangs nach durchzechter Nacht in aller Früh mit Kaffeebecher und Gebäck vor dem Juweliergeschäft steht. Aber auch Schaulust. Das traf in gewisser Weise auch auf die Zuschauer zu, die den Film aus dem Jahr 1961 am Sonntag noch mal als Matineevorstellung in der Astor Film Lounge sahen. Denn das Premium-Kino muss kommenden Montag schließen. Weil der gesamte Gebäudekomplex aufwendig saniert wird. Für mindestens 18 Monate. Aber man weiß ja, dass Berliner Baustellen oft länger dauern.
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Also noch mal ins Astor gehen und einen Klassiker schauen! Der Saal ist fast ausverkauft. Wie gewohnt gibt es eine Einführung in den Film mit launigen Anekdoten. Da erfährt man etwa, dass eigentlich Marilyn Monroe die Hauptrolle hätte spielen sollen und Audrey Hepburn sich selbst als Fehlbesetzung sah. Dass Truman Capote entsetzt war, was Regisseur Blake Edwards aus seiner Kurzgeschichte machte. Was aber dennoch Kult wurde. Viele Zuschauer nehmen den Titel als Programm. Und nehmen die kulinarischen Angebote des Kinos an: Frühstück bei Astor’s, mit Brotzeit oder Käseteller zum Kaffee. Und so gibt man sich noch mal in den bequemen Sesseln dem Kinogenuss hin.
Zuvor begrüßt Theaterleiterin Barbara Becker noch mal persönlich ihre Gäste. Und klärt sie über die Zwangspause auf. Bis nächsten Sonntag läuft hier noch „Der Teufel trägt Prada“. Dann kommen die Bauarbeiter. Zumindest die beliebte „Filmklassiker“-Eventreihe wird aber fortgesetzt: im Schwesternkino Zoo Palast. Dort läuft als Nächstes, schon nächsten Montag, Hitchcocks „Rebecca“, am 14. Juni „An einem Tag wie jeder andere“ und am 26. Juli „Die letzte Vorstellung“. Das wäre auch ein passender Titel für die vorerst letzte Matinee in der Astor Film Lounge gewesen.




