Für seinen jüngsten Film erhielt der iranische Regisseur im Mai die Goldene Palme von Cannes. Aber im Dezember ein neues harsches Urteil im Iran. Nun ist „Ein einfacher Unfall“ endlich auch in deutschen Kinos zu sehen. Aber es gibt auch starke Konkurrenz: mit Brendan Fraser in Japan und Hugh Jackman und Kate Hudson als Neil-Diamond-Imitatoren. Die Tops und Flopps im Überblick:
- „Ein einfacher Unfall“
Ein Iraner hat Probleme mit seinem Auto. Und der Mechaniker erkennt in ihm den Peiniger, der ihn während eines Gefängnisaufenthalts gefoltert hat. Kurzerhand überwältigt und entführt er ihn. Und berät dann mit Schicksalsgenossen, was mit ihm geschehen soll. Ein Thriller um die Gewissenfrage Rache oder Gnade und eine Parabel um Opposition in einem Unrechtsstaat. Jafar Panahis Film erhielt auf dem Filmfestival in Cannes die Goldene Palme, der Regisseur in Abwesenheit ein erneuts Gefängnisurteil vom Mullah-Staat.
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- „Rental Family“
Nachdem Brendan Fraser vor drei Jahre für „The Whale“ einen Oscar erhielt, ist er hier erneut in einer starken Rolle zu sehen: Als glückloser Schauspieler im fernen Japan nimmt er auch Rollen jenseits der Kamera an. Und spielt Familienmitglieder nach Wunsch: vom Ersatzvater für ein kleines Kind bis zum Bräutigam als Tarnung einer lesbischen Frau. Ein starker Film, bei dem nicht nur der Schauspieler, sondern auch seine getäuschten Gegenüber etwas über sich und den anderen begreifen.
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Ohne seinen Oscar wäre dieser Film nie entstanden, meint Hollywoodstar Brendan Fraser. Wir haben mit ihm über seine ungewöhnliche Rolle gesprochen.
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- „Song Sung Blue“
Hugh Jackman und Kate Hudson sind beide Hollywoodstars. Die wiederholt bewiesen haben, dass sie auch singen können. Das müssen sie auch hier tun, wo sie ein - reales - Pärchen spielen, das in den 80er-, 90er-Jahren Konzerte mit Cover-Versionen von Neil Diamond gaben. Womit sie einen überraschenden Erfolg haben. Aber dann auch Schicksalsschläge erleiden. Reichlich Drama mit viel Musik, was beides eigene Sorgen mal kurz vergessen lässt.
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Auch mit diesen beiden Stars haben wir gesprochen, allerdings schon vor Weihnachten. Weil der Film ursprünglich in der Weihnachtszeit starten sollte. Und die beiden denn auch mehr über ihre Weihnachtsrituale verrieten.
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- „Schwesterherz“
Diese Geschwister sind sehr eng, und der Bruder lässt seine Schwester natürlich bei sich wohnen, als die von ihrer Freundin wegziehen muss. Das enge Band bekommt aber jähe Risse, als die Schwester eine Vorladung erhält und vor Gericht als Zeugin aussagen woll. Weil ihr Bruder der Vergewaltigung bezichtigt. Ein stark gespieltes MeToo-Drama. Und ein starkes Regiedebüt der dffb-Absolventin Sarah Miro Fischer.
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- „Checker Tobi 3: Die heimliche Herrscherin der Erde“
Keiner kann jungen Menschen die Welt besser erklären als Tobias Krell, der als „Checker Tobi“ erst im Fernsehen komplexe Themen kindertauglich aufbereitete und dann auch im Kino. In seinem bereits dritten Film geht es von Madagaskar über die Arktis bis Mexiko. Und um die Frage, wer im Erdreich wohl die mächtigsten Spuren hinterlässt. Das ist so anschaulich wie unterhaltsam. So macht Lernen Spaß.
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- „Greenland 2“
Eigentlich ist dies nur eine 08/15-Fortsetzung des Endzeitfilms vor drei Jahren. In dem Gerald Butler mal wieder im Autopilot den Actionheld mit markig-angerauter Bodenständigkeit gibt. Aber in diesen Tagen, da Donald Trump offen über eine Einverleibung Grönlands in die USA fantasiert, wirkt der Film noch unpassender. Nicht mal diese unverhoffte Aktualität kann dieser Durchschnittsware helfen.
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Und das sagen die Filmkritiker:

Weiterhin im Kino:
- Kalt wie der Tod: François Ozons Verfilmung von „Der Fremde“
- Fahrt ins Unausgesprochene: „Bon voyage“
- Passionsspiel mit Peitsche und Plastikpenis: „Holy Meat“
- Heilkunst zwischen Hexenfeuer und Hofintrigen: „Der Medicus 2“
- Das Staunen erschöpft sich allmählich: „Avatar 3: Fire and Ash“











