Eine Kinowoche voller Kontraste: Zwei Politparabeln aus Amerika, eine über eine vergangene Zeit in Brasilien und eine mögliche künftige in den USA, dazu ein schmerzliches deutsches Ehedrama, ein Drama über den rassistischen Brandanschlag von Solingen – und gleich zwei Weihnachtsfilme, die ein klein bissel zu früh starten: unsere Empfehlungen für die neue Kinowoche.
- „The Change“
Wohin es führen kann, wenn die Gesellschaft sich immer mehr spaltet und rechte Radikale die Demokratie aushöhlen, das zeigt das dystopische Drama „The Change“ mit Diane Lane und Kyle Chandler: Nicht als großes Politdrama, sondern was das pars pro toto mit einer Familie macht. Der Film macht Angst, vor allem, weil es in den USA gerade genau diese Bestrebungen gibt, das alte Politsystem radikal über Bord zu hieven.
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- „The Secret Agent“
Nein, dies ist kein Agentenfilm. Vielmehr ein Drama, das in Brasilien der 70er-Jahre während der Militärdiktatur spielt und von korrupten Polizisten und der ständigen Angst vor Verhaftung und Ermordung handelt. Ein Mann taucht unter, kann sich aber nie sicher fühlen. Und diese Angst überträgt sich beim Schauen. In Cannes gewann dieser Film im Mai gleich zwei Hauptpreise: Kleber Mendonça Filho für die beste Regie, und Wagner Moura als bester Hauptdarsteller.
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- „Dann passiert das Leben“
Anke Engelke und Ulrich Tukur als Ehepaar, das sich nach über 30 Jahren nichts mehr zu sagen hat. Bis sie ein Schicksalsschlag ganz neu zusammenfinden lässt. Selten gibt es ernsthafte Filme über das Alter und ältere Menschen. Ein feiner, leiser und genau beobachteter Film von Neele Leana Vollmer mit zwei grandios aufspielenden Schauspielern.
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Anke Engelke und Ulrich Tukur zählen zu den größten deutschen Stars, haben aber noch nie zusammen vor der Kamera gestanden. Wir haben mit beiden über ihren ersten gemeinsamen Film gesprochen.
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- „Hysteria“
Der rassistische Brandanschlag in Solingen 1993 mal ganz anders aufgearbeitet: nicht als Drama während des Geschehens. Hier wird im Nachhinein ein Spielfilm darüber gedreht, bei dem sich viele Spannungen ergeben und eine Regieassistentin viel aushalten muss. Schauspielerin Devrim Lingnau („Die Kaiserin“) beweist hier einmal mehr ihre Bandbreite.
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Über diesen Film haben wir mit Devrim Lingnau schon zur Berlinale gesprochen, wo sie in diesem Jahr als European Shooting Star ausgezeichnet wurde:
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- „How to Make a Killing“
Es ist noch nicht mal Adventszeit, da kommen schon die ersten Weihnachtsfilme. Hier eine sehr ungewöhnliche, sehr schwarzhumorige Komödie aus Frankreich, in dem ein Bär im Jura für einen Unfall mit mehreren Toten sorgt und ein Ehepaar, das unter Geldnot leidet, im Auto der Toten viel Geld findet. Und die Leichen entsorgen muss. Was sich als nicht so einfach erweist. Lakonisch wie die Coen-Bruder, aber milder und mit mehr Herz statt Zynismus.
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- „Mission Santa: Ein Elf rettet den Weihnachtszauber“

Und auch für die ganz Kleinen gibts schon Einstimmung auf die Festtage: Ein herrlich bunter Animationsfilm mit durchaus kritischen Untertönen, weil Weihnachten längst zum Kommerz geworden ist und der Weihnachtsmann keine Rolle mehr spielt. Was ein kleiner Elf mit seinem Rentierbaby ändern will. Das ist süß und anrührend.
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Und das sagen die Filmkritiker:

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