Manuel Kochs Wohnung am Schinkelplatz an Mitte hat eine atemberaubende Aussicht – man schaut direkt auf die rekonstruierten Schlossfassaden des Humboldt Forums und den Spreekanal, man überblickt den ganzen Lustgarten vor dem Alten Museum und über dem Boulevard Unter den Linden erhebt sich machtvoll der Fernsehturm. Aber das alles fällt hier erst auf den zweiten Blick ins Auge. Denn fast jeder Quadratzentimeter in Manuel Kochs Wohnung ist seiner Lebensleidenschaft gewidmet: der Kunst.

Und die braucht Platz. Kürzlich, erzählt der Gastgeber, habe er seine Bücherregale ins Schlafzimmer verbannen müssen, weil ein großformatiges Gemälde von Max Grote die Wand benötigt habe. Nun kann er fast seine gesamte Sammlung in dem Appartement präsentieren – von jungen Positionen wie Kiriakos Tompolidis und Nils Ben Brahim bis hin zu Stars wie Jeff Koons und Gerhard Richter. Es mache ihm jeden Tag Freude, ihre Arbeiten anzusehen, sagt Manuel Koch.


Unser Gastgeber ist Börsenjournalist. Er kam 1982 in Berlin-Lichtenberg zur Welt. Die Eltern arbeiteten bei der „Aktuellen Kamera“, wollten aber nicht länger in der DDR leben und stellten einen Ausreiseantrag – was zum sofortigen Berufsverlust führte und zu drei schikanösen Jahren Wartezeit, bis sie mit dem Sohn schließlich nach West-Berlin ziehen durften. Manuel Koch wuchs in Spandau auf, studierte nach den Abitur Deutsche Literatur, Politikwissenschaft und Öffentliches Recht in Mainz und machte nebenbei erste Gehversuche beim Fernsehen. Nach dem Volontariat beim Sender N24 bot man ihm eine Stelle in der Wirtschaftsredaktion an – und sein Interesse an der Welt der Börse, an ihrer Sensibilität für aktuelle politische Entwicklungen erwachte schnell und nachhaltig.


Nachdem er bis Anfang 2014 als US-Chefkorrespondent von der Wall Street berichtet hatte und dabei in 3000 Live-Schalten und 500 Talksendungen vor der Kamera stand, moderiert er nun als selbstständiger Unternehmer mehr als 1000 Videos im Jahr für Online-Plattformen, Finanzunternehmen und seine eigene Firma Inside Wirtschaft, die auf ihrer Website und allen großen Social-Media-Plattformen fast täglich Videos bereitstellt. Damit nicht genug: Manuel Koch empfängt in seiner repräsentativen Wohnung regelmäßig Gäste zu seiner Talkrunde „Salon Schinkelplatz“, um mit ihnen über ihr Leben und aktuelle Themen zu sprechen. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, Alt-Bundespräsident Christian Wulff und zuletzt der Politikjournalist Robin Alexander waren schon zu Gast.

Und zwar umgeben von Kunst. Für Koch begann sie mit einem Bild von Christopher Lehmpfuhl, dann folgte eine Arbeit von Lehmpfuhls Professor Klaus Fußmann – inzwischen macht es ihm vor allem Freude, junge Kunst zu entdecken und zu begleiten. „Die Rendite ist die Liebe zur Kunst“, sagt er. Hinter jedem seiner Objekte steckt eine Bekanntschaft, eine Geschichte, eine Erinnerung. Das ist es, was die Kunst für ihn so wertvoll macht.
Weitere Informationen: salon-schinkelplatz.de



