Eine Schwester, die Ersatzmutter werden muss, ein Enkel, der seinen Opa retten muss, und eine Filmdokumentation, die einem die Augen öffnet: Das sind die Kinoneustarts der Woche.

  • „22 Bahnen“

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Romanbestseller verfilmen, gilt als Nummer Sicher. Weil alle Leser potenzielle Zuschauer sind. Und doch gehen diese Adaptionen oft daneben. „22 Bahnen“ ist da eine glückliche Ausnahme. Hier stimmt wirklich alles. Sensible Regie, starke Schauspieler, und die Chemie zwischen ihnen stimmt. Eine tragikomische Geschichte über eine Studentin, die unter ihrer alkoholkranken Mutter leidet - und Ersatzmutti für ihre kleine Schwester wird.

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Über den Film haben wir mit Hauptdarstellerin Luna Wedler gesprochen, die diesen Film trägt und in wirklich jeder Szene zu sehen ist:

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  • „Das Deutsche Volk“

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Als am 19. Februar 2020 ein 43-Jähriger in Hanau neun junge Menschen mit Migrationshintergrund tötete, fuhr der Dokumentarfilmer Marcin Wierzchowski, der selbst als kleines Kind mit seinen Eltern aus Polen nach Deutschland gekommen war, vor Ort. Und besuchte die Angehörigen. Daraus wurde dieser ergreifende Dokumentarfilm, der einen mit den Angehörigen verzweifeln lässt: über die Arbeit der Polizei, über die Fehler, die gemacht wurden, und unter der fehlenden Bereitschaft, der Toten angemessen zu gedenken. Ein Film, der viel über unsere Gesellschaft erzählt.

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  • „Tafiti - Ab durch die Wüste“

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Ein Erdmännchen und ein Schwein in der Savanne? Da muss man natürlich an den Disney-Klassiker „Der König der Löwen“ denken. Aber nein, Timon und Pumbaa bekommen Konkurrenz: von Tafiti und dem Pinselohrschwein Pinsel. Die müssen durch die Wüste ziehen, um eine sagenumwobene, heilende Blaue Blume zu finden. Ein Loblied auf Freundschaft und Zusammenhalt. Und das geht einmal ganz ohne Löwen und veraltete Königshierarchien.

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  • „Viêt und Nam“

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Sie geben sich als Brüder aus, sind aber eigentlich ein Liebespaar: die Minenarbeiter Viêt und Nam, die sich nur unter Tage, in der Finsternis, richtig nah sein können. Über Tage müssen sie ihr Glück verbergen. Und mit der Vergangenheit umgehen. Denn Viêts Vater ist seit dem Vietnamkrieg verschollen. Und um ihn zu finden und seine Verhältnisse zu verbessern, will Viêt weggehen. Dafür müsste er aber auch seinen Partner zurücklassen. Ein melancholischer Film über ein tief zerrissenes Land, ein wenig sperrig, aber mit vielen wundervollen Momenten.

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  • „Happy Holidays“

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Scandar Coptis erzählt von zwei Familien in Haifa, eine israelische und eine palästinensiche, und ihren Konflikten. In vier Kapiteln, die, fragmentarisch erzählt, ineinandergreifen, mal linear, mal verschoben. Die Struktur ist mehr als ein Kunstgriff. Sie spiegelt eine gesellschaftliche Realität, in der Leben selten kohärent verlaufen, sondern von Brüchen und Machtlinien bestimmt sind. Und reflektiert damit das Dasein arabischer Bürger Israels, eine Community, die in der Mehrheitsgesellschaft marginalisiert wird

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  • „Kreator“

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Konzerte der deutschen Thrash-Metal-Band Kreator sind immer etwas Besonderes. Die Metal-Szene ist schon lange erobert, erst kürzlich brachte Frontmann Miland „Mille“ Petrozza auch seine Biografie als Buch heraus. Was noch fehlte, war - ein Kinofilm. Den legt jetzt Cordula Kablitz-Post vor: Sie hat bereits Filme über Die Toten Hosen und Scooter gedreht und versteht es einmal mehr, Musiker ins richtige Licht zu rücken

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Und das sagen die Filmkritiker:

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BMO_Filmspiegel_0410_ba.jpg© BM Grafik | Babette Ackermann-Reiche

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