Schon wieder ein Superheldenfilm. Vor zwei Wochen erst startete der neue „Superman“-Film, jetzt gibt es ein Reboot der „Fantastic Four“: ein Blockbuster für die verregneten Kinotage. Sonst traut sich kaum Konkurrenz gegen solch großes Popcorn-Kino. Diese Woche aber schon. Mit „The Life of Chuck“ startet eine der ungewöhnlichsten Stephen-King-Verfilmungen (und das will was heißen!). Unsere Herzen aber hat ein anderer Film bewegt: der Knetanimationsfilm „Memoiren einer Schnecke“.
- „The Life of Chuck“
Die Welt geht unter. Wer mag sich da noch für das Leben eines unbekannten Buchhalters interessieren? „The Life of Chuck“ gelingt genau dies. Rückwärts erzählt, mit dem Ende der Welt beginnend, wird die Geschichte eines einfachen Mannes erzählt, der aus seinem Alltagstrott ausbricht. Und Tom Hiddleston legt dabei eine Tanzeinlage ein, die Filmgeschichte schreiben wird. Eine schräge Stephen-King-Verfilmung, die manche schon für die schönste halten. Und das will was heißen bei all den King-Adaptionen, die es schon gibt.
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- „Memoiren einer Schnecke“
Trickfilme gelten gemeinhin als Kinospaß. Und das stimmt ja auch in den meisten Filmen. Man kann in dem Genre aber auch traurige und traumatische Geschichten verhandeln. Wie dieser aufwändig in klassischer Stop-and-Motion-Technik entstandenem Knetanimationsfilm, der eben nicht von einer Schnecke handelt, sondern von Brüderlein und Schwesterlein, die früh getrennt werden. Wonach vor allem das Mädchen sich immer mehr zurückzieht. Wie in ein Schneckenhaus. Ein Film voller Tragik, aber auch Hoffnung, der zu Tränen rührt.
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- „The Fantastic Four: First Steps“
Schon wieder ein Superheldenfilm. Und bereits der dritte Versuch, die „Fantastic Four“ aus dem Comic-Hause Marvel zu etablieren. Doch das gelingt. Mit einem schönen Dreh: Die Vier werden Fünf. Denn das Ehepaar der starken Vier erwartet Nachwuchs. Und ausgerechnet ihr Baby wird von einem Galaxiengott als Menschenopfer gefordert. Sonst schluckt er die ganze Welt. Popcorn-Kino satt. Mit der richtigen Mischung aus Action und Humor.
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Alle vier Darsteller kamen auch nach Deutschland, um in Berlin ihr Werk persönlich vorzustellen. Wir haben dabei Pedro Pascal, den Star des Films, getroffen.
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- „Vermiglio“
Der Zweite Weltkrieg scheint weit weg in einem kleinen, abgelegenen Bergdorf in Italien. Eine Familie wird dort angeführt von ihrem strengen, patriarchalischen Vater, dem Lehrer des Dorfes. Der Fokus liegt aber auf den Frauen und ihren zarten Ausbruchsversuchen aus diesen starren Strukturen. Ungewöhnlich zurückhaltend erzählt, aber in starkem Kontrast zu den überwältigenden Aufnahmen der Bergwelt, der die Menschen ganz klein erscheinen lässt.
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- „Oxana“
Brüste zeigen – und damit gegen männliche Unterdrücker im allgemeinen und Putin und Lukaschenko im Besonderen protestieren: Damit hat die Femen-Organisation in den nuller und zehner Jahren in der Ukraine Schlagzeilen gemacht. Bis das Patriarchat erbarmungslos zurückschlug. Das Filmdrama „Oxana“ erzählt die Geschichte einer dieser mutigen jungen Frauen, die schließlich ins Exil musste - und dann Selbstmord beging. Ein filmisches Denkmal.
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- „Grand Prix of Europe“
Mäuse machen mit Mäusen: Das kennt man ja von Walt Disney. Und daran knüpft nun auch der deutsche Vergnügungspark Europapark Rust an. Denn sie haben ein eigenes Trickfilmstudio gegründet und einen Trickfilm produziert, der von ihren Maskottchen und Fahrgeschäften inspiriert ist. Funktioniert als Kinospaß, vor allem für die ganz Kleinen, und wirbt natürlich auch für die Merchandising-Produkte. Und einen Besuch in Rust.
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Und das sagen die Filmkritiker:

Weiterhin im Kino:
- Wanderung gegen die Verzweiflung: „Der Salzpfad“ mit Gillian Anderson
- Die großen Themen unserer Zeit, verhandelt mit Berliner Underdogs: „#SchwarzeSchafe“
- Schlumpfige Suche nach dem Sinn des Lebens: „Die Schlümpfe - Der große Kinofilm“
- Von Hyänen, Surrealisten und Nazis: der Künstlerfilm „Leonora im Morgenlicht“
- Der Freigeist, der die Nachkriegszeit prägte: Dokumentarfilm über den Architekten „Sep Ruf“










