Hollywood hat den Kinosommer besetzt. Mit lauter Blockbustern, die fast im wöchentlichen Abstand folgen. Dazwischen gibt es aber auch mal Dürre, wo sich keiner traut, andere Produktionen zu starten. Die Filmstarts der Woche sind daher eher dürftig. Und die Ausbeute ist eher durchwachsen. Ein paar Entdeckungen sind aber doch zu finden. Hier unser Überblick:
- „Der Salzpfad“
Wander- und Pilgerfilme gibt es genug. Dieser aber ist anders. Weil ein älteres Ehepaar sein Heim verliert und vor dem Nichts ständig, läuft es einfach los. Und findet dabei wieder zu sich selbst. Ein starker Film dank schöner Landschaftsaufnahmen und des großartigen Spiels von Gillian Anderson („Akte X“) und Jason Isaacs („The White Lotus“). Und das Schönste daran: Die Geschichte ist sogar wahr.
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- „#SchwarzeSchafe“
Vor 19 Jahren hat Oliver Rihs einen starken, hübsch anarchischen Film über Underdogs in Berlin gedreht. „Schwarze Schafe“ entstand ohne jede Förderung. Und wurde zum Kultfilm. Jetzt hat der Regisseur noch mal nachgelegt. Teils mit denselben Schauspielern. Aber diesmal geht es ihm nicht mehr um die kleinen Nöte des Alltags, sondern wie die Figuren sich mit den großen Krisen unserer Zeit abstrampeln. Ein Gangster-Chef aus Neukölln will dabei den ersten klimaneutralen Clan der Republik gründen. Nur eine von vielen aberwitzig-tollen Ideen.
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Wir haben dazu auch mit Regisseur Oliver Rihs darüber gesprochen, warum er sich an einen zweiten Teil gewagt hat. Und warum der ganz anders ist als der erste.
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- „Die Schlümpfe – Der große Kinofilm“
Sie haben schon mehrere Kindergenerationen begleitet, ob mit Comics, als Figürchen oder auf der großen Leinwand. Jetzt kommen die Schlümpfe noch einmal ins Kino. Als knallbunter Spaß mit menschlicher Botschaft. Denn während alle Schlümpfe einen zweckfunktionalen Namen und entsprechend eine Aufgabe haben, gibt es einen No-Name-Schlumpf, der keine Identität hat. Bis der böse Gargamel wieder zaubert. Und es viele Chancen gibt, sich zu bewähren.
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- „Leonora im Morgenlicht“
Frauen mussten in der Bildenden Kunst lange die zweite Geige spielen. Derzeit werden sie wiederentdeckt. Es gab in den letzten Monaten schon mehrere Biopics, die endlich auch mal die Frauen am Pinsel in den Mittelpunkt stellen. Wie jetzt dieser Film über die Surrealistin Leonora Carrington (gespielt von Olivia Vinall). Der interessiert sich aber leider weniger für ihre Kunst als für ihre Liasion mit Max Ernst (Alexander Scheer). Schade um den Versuch.
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- „Sep Ruf – Architekt der Moderne“
Sein Name ist heute nur noch Architekturspezialisten bekannt. Dabei hat Sep Ruf den Kanzlerbungalow in Bonn entworfen, die Akademie der Künste in Nürnberg oder das Max-Planck-Institut in München. Lauter bahnrechende Bauten mit eigenem, luftigen Stil. Nun gibt es einen Dokumentarfilm, der den Ruf von Ruf wiederherstellen soll. Die Kamera lässt sich dabei viel Zeit, um die Architektur wirken zu lassen. Wenn nur der Musikbrei nicht wäre.
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Und das sagen die Filmkritiker:

Weiterhin im Kino:
- Wieviel Reboot verträgt ein Comic-Held? „Superman“ ist auf den Hund gekommen
- Ein Musiker ist reif für die Insel: „The Ballad of Wallis Island“
- Jugend als magischer, verträumter Sommertag: der experimentelle Coming-of-Age-Film „Der Fleck“
- Ein Schwuler unter Golden Girls: die irische Komödie „Vier Mütter für Edward“
- Auf Augenhöhe mit Straßenhunden in Moskau: „Dreaming Dogs“









