Der britische Schriftsteller Frederick Forsyth ist tot. Der Autor von Thrillern wie „Der Schakal“ und „Die Akte Odessa“ starb am Montag nach kurzer Krankheit im Alter von 86 Jahren, wie seine Agentur der Nachrichtenagentur PA sowie der BBC bestätigte.

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„Wir betrauern den Tod eines der weltgrößten Thriller-Autoren“, sagte sein Literaturagent Jonathan Lloyd. „Noch vor ein paar Wochen habe ich mit ihm zusammengesessen und einen neuen und bewegenden Dokumentarfilm über sein Leben angesehen – ein außergewöhnliches und gut gelebtes Leben.“
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Frederick Forsyth: Als Korrespondent und Agent in Ost-Berlin
Forsyth arbeitete mehrere Jahre als Auslandskorrespondent und schrieb später Romane, die in der Geheimdienstwelt spielen. Sein erster Roman „Der Schakal“ erzählt von einem Attentat auf den französischen Präsidenten Charles de Gaulle – inspiriert wurde er von seiner journalistischen Arbeit im nigerianischen Biafra. Die Geschichte wurde in den 1970ern verfilmt. In den 1990ern erschien ebenfalls ein gleichnamiger Actionfilm. Das Werk mit Schauspieler Bruce Willis basierte aber eher lose auf Forsyths Original.
Der Brite, der 1938 im englischen Ashford geboren wurde, wuchs während des Zweiten Weltkriegs auf. Er war zunächst Kampfpilot bei der Royal Air Force, später zog es ihn als Journalist ins Ausland. Für die Nachrichtenagentur Reuters berichtete er als Korrespondent aus Paris und inmitten des Kalten Kriegs aus Ost-Berlin.
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Seine Bücher verkauften sich bislang 75 Millionen Mal
Seinen späteren Bestseller „Der Schakal“ schrieb er angeblich in nur 35 Tagen, wie Forsyth in seiner Autobiografie „Outsider“ schilderte. Der Engländer verfasste auch Romane wie „Die Hunde des Krieges“, „Der Rächer“, „Der Afghane“ und „Die Todesliste“. Es wurden mehr als 75 Millionen Exemplare seiner Bücher verkauft.
In seinen 2015 erschienen Memoiren berichtete er zudem, zeitweise dem britischen Geheimdienst MI6 zugearbeitet zu haben. Er sei etwa einmal als Tourist in die DDR eingereist, um auf dem Rückweg ein Päckchen mitzubringen. Auf einer Museumstoilette in Dresden habe er die Unterlagen überreicht bekommen, schrieb Forsyth.
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Ausgedehnte Recherchereise in Krisenregionen
Auch später unternahm er für seine Bücher ausgedehnte Reisen – bis diese ihm von seiner Frau verboten wurden. Nach seinem letzten Trip nach Somalia 2013 zu Recherchen für den Roman „Die Todesliste“ habe sie ihm gesagt: „Du bist viel zu alt, diese Orte sind verdammt gefährlich und du rennst nicht mehr so eifrig und flink wie früher“, schilderte Forsyth 2016 der Nachrichtenagentur AFP.
Die Zeitung „Telegraph“ fragte Forsyth einmal, was sein jüngeres Ich aus seinem Leben gemacht hätte. „Es gab Zeiten, in denen es aussah, als würde ich das Frühstück am nächsten Morgen nicht mehr erleben“, antwortete Forsyth. Aber er habe viel Glück gehabt im Leben – etwa mit seiner Aufnahme bei der Royal Air Force, seiner Arbeit als Korrespondent in Biafra, Paris und Ost-Berlin. Und er habe Glück gehabt, sagte er, vieles davon in Bücher zu verwandeln.
jst/dpa, AFP







