Eine Filmwoche voller Gegensätze: In einem Drama führt eine Insel zur Selbstfindung, in einem anderen gehen sich Aussteiger dort an die Gurgel. Und aus Deutschland kommen zwei starke und ebenfalls höchst unterschiedliche Beiträge. unsere Empfehlungen der Woche:
- „Eden“
Sommer, Sonne, Strand. Davon träumen wir alle. Aber das kann schnell zur Hölle werden. Das erzählt Ron Howard in seinem Aussteiger-Drama „Eden“. Das basiert auf realen Ereignissen, der sogenannten Galápagos-Affäre. Und dafür lässt er Stars wie Jude Law, Vanessa Kirby, Daniel Brühl und Ana de Armas aufeinander los. Zivilisationsflucht ist also auch keine Lösung.
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Über seinen neuen Film haben wir auch mit Regisseur Ron Howard gesprochen, der ihn persönlich in Berlin vorgestellt hat.
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- „Ich will alles. Hildegard Knef“
Kommenden Dezember wäre Hildegard Knef 100 Jahre alt geworden. Schon jetzt kommt ein Dokumentarfilm ins Kino, in der die vielseitige Künstlerin, die als Schauspielerin, Sängerin und Buchautorin gleichermaßen reüssierte, fast ausschließlich selbst zu Wort kommt: durch Passagen aus ihren Büchern und vielen Interviews aus dem Archiv. Eine Art filmische Autobiografie. Dazu ergänzend erschien gerade eine neue Biografie, die diese Aussagen auch kritisch hinterfragt. Eine perfekte Ergänzung.
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- „Stormskärs Maja“
Großes Historienepos in starken Filmbildern: Die finnische Regisseurin Tiina Lymi hat Anni Blomqvists gleichnamigen Roman episch verfilmt. Die Geschichte einer jungen Bäuerin, die mit einem Fischer verheiratet wird, den sie erst mal nicht liebt. Und mit der sie auf einer abgeschiedenen Insel doch zueinander finden. Es geht also auch anders als bei „Eden“.
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- „The Assessment“
Triste neue Welt: In einer nicht allzu fernen Zukunft sind die Ressourcen der Erde längst knapp. Nur Auserwählte dürfen noch Kinder kriegen, und auch das nur nach eingehender staatlicher Prüfung. Science-Fiction mal ohne die übliche Effektehascherei, dafür ein intensives Kammerspiel mit Elizabeth Olsen und Himesh Patel als Paar und Alicia Vikander, die in ihr Privatestes eindringt.
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- „Mit der Faust in die Welt schlagen“
Nicht gegen die Wand wird hier aus Wut geschlagen, sondern gleich in die ganze Welt: Ein starker Film über die Tristesse in den abgehängten ost-deutschen Bundesländern in den 2000-er Jahre. Constanze Klaue erzählt vom Großwerden zweier Jungs in Sachsen ohne jede Zukunftsperspektive, die fast zwangsläufig zu einer Radikalisierung führt. Stark gespielt, wirkt lange nach.
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- „Meine letzte Nacht mit einem Vampir“
Ausbruch aus einer zu engen Welt: Eine junge Französin flieht mit ihrer Freundin aus dem Mädcheninternat in den Wald. Will endlich mal was vom Leben mitbekommen. Und landet in einem seltsamen Haus. Und lernt einen Vampir kennen. Ein schaurig-schöner Mix zwischen Grusel und Märchen.
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Und das sagen die Filmkritiker:

Weiterhin im Kino:
- Sing dir die Apokalypse schön: „The End“ mit Tilda Swinton
- „Beating Hearts“: So einen Liebesfilm können nur Franzosen
- Gangsterkomödie à la Tarantino: „Riff Raff“ mit Bill Murray
- Nichts für schwache Nerven: das Knastdrama „Haps“
- Frauen zwischen um Kampfkunst und Kopftuch: „Mond“










