Erst in der letzten Woche hatte der „Spiegel“ berichtet, dass es in der Maskenabteilung des Berliner Ensembles zu unzumutbaren Arbeitsbedingungen und Mobbing, vor allem gegen mitarbeitende Mütter, gekommen sein soll. Wie das Magazin jetzt schildert, sei die Leiterin der Abteilung Maske mittlerweile freigestellt worden. Demnach liege dem „Spiegel“ ein Schreiben des Geschäftsführers und Intendanten Oliver Reese vor, in dem es – an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet – heißt: Die Leitung des Theaters arbeite eng mit dem Betriebsrat zusammen, damit alle Anschuldigungen aufgeklärt werden können.

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Der ursprüngliche Beitrag des „Spiegel“ zitierte zahlreiche Mitarbeiterinnen der Maskenabteilung, von denen der Großteil heute nicht mehr am Haus tätig ist. „Was sie erzählen, klingt nach Ausbeutung, Willkür und Ignoranz“, heißt es darin. „Nach einer Chefin, die in der Maskenabteilung ihre Macht missbraucht, und einer Leitungsebene, die ihre Mitarbeiterinnen nicht schützen kann oder will.“

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Bei der Aufarbeitung der Vorwürfe werde man sich laut Intendant Reese Hilfe bei der Organisation „Diversity Arts Culture“ holen. Dabei handelt es sich um eine Beratungsstelle für Berliner Kulturbetriebe bei Fragen von Diversität und Antidiskriminierung.

Berliner Ensemble: Regisseurin setzt Zeichen und pausiert ihr Stück

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die Regisseurin Jorinde Dröse ihr Stück „Motherfuckinghood“ vom Spielplan des BE zurückgezogen. Es pausiere, „bis die Anschuldigungen aufgeklärt sind“, schrieb Dröse auf Instagram. Gemeinsam mit der luxemburgischen Schauspielerin Claude De Demo solidarisiere sie sich mit den Betroffenen.

Donnerstag

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Wie die „B.Z.“ berichtete, hatten am letzten Samstag (8. März) Aktivisten nach der Vorstellung von „It‘s Britney, Bitch!“ (Regie: Lena Brasch) Flugzettel von den oberen Rängen in Richtung Bühne geworfen. Auf der Vorderseite des Flyers stand demnach: „Wenn die Wahrheit zu schwach ist, sich zu verteidigen, muss sie zum Angriff übergehen. Gegen patriarchale Machtstrukturen am Theater!“

dw/BMO