In der Maskenabteilung des Berliner Ensembles soll es nach einem Bericht des Magazins „Der Spiegel“ zu unzumutbaren Arbeitsbedingungen und Mobbing vor allem gegen mitarbeitende Mütter gekommen sein. Der Beitrag zitiert zahlreiche Mitarbeiterinnen der Maskenabteilung, von denen der Großteil heute nicht mehr am Haus tätig ist. „Was sie erzählen, klingt nach Ausbeutung, Willkür und Ignoranz“, heißt es darin. „Nach einer Chefin, die in der Maskenabteilung ihre Macht missbraucht, und einer Leitungsebene, die ihre Mitarbeiterinnen nicht schützen kann oder will.“

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Zu lesen ist von der Forderung nach ständiger, auch kurzfristiger Verfügbarkeit bei Abendvorstellungen, Herabwürdigungen durch „verächtliche Sprüche“, übermäßigem Druck und einem „System von Kontrolle und Gehorsam“: „Wer nicht kuschte, habe riskiert, in der kommenden Spielzeit ohne festen Job dazustehen“. Das Berliner Ensemble wird mit der Erklärung zitiert, es habe keine Verstöße gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen oder den Verhaltenskodex des Hauses gegeben.

Berliner Ensemble: „Es wurden gezielte Maßnahmen ergriffen“

Die Situation der Abteilung Maske sei der Geschäftsführung bekannt, heißt es in einer Stellungnahme des Berliner Ensembles vom Samstag, die der Berliner Morgenpost vorliegt: „Die Geschäftsführung (GF) hat die geschilderten Fälle von Anfang an sehr ernst genommen. Es wurden gezielte Maßnahmen ergriffen, um eine Besserung der Situation herbeizuführen. Es gab regelmäßige Gespräche der GF mit den Beteiligten und es wurden Mediationsverfahren sowie professionelle Coachings und Teamworkshops organisiert und durchgeführt. Zuletzt hat es Ende 2024 ein Gespräch der GF mit der gesamten Abteilung ,Maske‘ gegeben, in dem sich die Beteiligten positiv über die gegenwärtige Stimmung im Team und am Haus geäußert haben“, heißt es in der Mitteilung.

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Aber: „Weder in diesem Gespräch noch im Nachgang wurden der GF aktuelle Probleme (auch nicht anonym) mitgeteilt. Gleichwohl wird der Prozess fortgesetzt und das BE führt die Gesprächsformate mit den Mitarbeitenden weiter. Darüber hinaus bietet das BE in Kooperation mit dem Fürstenberg-Institut für alle Mitarbeitenden kostenlose und jederzeit (anonym) wahrnehmbare psychosoziale Beratung zu allen Themen des beruflichen und privaten Lebens an, um gute Arbeitsbedingungen am Haus zu gewährleisten.“