Eine dichte Kinowoche mit vielen starken Neuzugängen. Da fällt die Auswahl richtig schwer. Hier unser Überblick über die neuen Filmstarts.
- „Der Brutalist“
Was für ein Epos. Ein Dreieinhalbstünder mit Ouvertüre und Pausenmusik wie zu Hollywoods Monumentalzeiten. Aber dann ein Epos als Abgesang auf den amerikanischen Traum. Ein (fiktiver) jüdischer Bauhaus-Architekt wandert nach dem Holocaust in die USA aus, wo ihm aber auch nur Steine in den Weg gelegt werden. Absolut sehenswert. Und mit zehn Nominierungen einer der ganz großen Oscar-Anwärter.
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- „Babygirl“
Nicole Kidman gab für diesen Film alles – und wurde dafür in Venedig als beste Schauspielerin ausgezeichnet. In „Babygirl“ spielt sie eine erfolgreiche Unternehmerin mit Vorzeigefamilie, die aber sexuelle Gelüste hat, von denen ihr Mann nichts ahnt. Und die sie dann mit einem wesentlich jüngeren Praktikanten erforscht und auslebt. Ein Erotikdrama, das provoziert und doch ganz anders als ähnliche Filme erzählt wird.
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- „Poison“
Das späte Regiedebüt von Désirée Nosbusch, an dem sie 13 Jahre gearbeitet hat: „Poison“ basiert auf dem Theaterstück „Gift“, das Nosbusch in Luxemburg selbst auf der Bühne gespielt hat und das auch am Deutschen Theater (mit Dagmar Manzel und Ulrich Matthes) ein Dauer-Hit war. Ein Ehepaar ist über den Tod des gemeinsamen Sohnes zerbrochen, zehn Jahre später trifft es sich am Grab des Sohnes wieder. Ein Zweipersonenstück, von Trine Dyrholm und Tim Roth wunderbar gespielt, das die großen Fragen stellt, wie man mit Trauer umgeht.
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Wir haben mit Désirée Nosbusch, die vor zwei Wochen 60 Jahre alt geworden ist, auch über ihren Film gesprochen, warum es so lange gedauert hat, bis sie sich an ihr Regiedebüt gewagt hat, und ob sie nun Blut geleckt hat und weiter Regie führen will.
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- „Paddington in Peru“
Er ist so very british wie sonst nur James Bond und weiland die Queen: Der knuddelige Bär Paddington ist einfach zum Liebhaben. Nach bereits zwei erfolgreichen Kinofilmen geht es nun im dritten Teil auf zu neuen Ufern: nach Peru, Paddingtons Heimat. Seine Londoner Familie kommt mit. Und hier verkehrt sich mal die klassische Struktur: In der Fremde tritt nicht Paddington, sondern seine Familie in jedes Fettnäpfchen. Familienspaß mit ganz viel Orangenmarmelade.
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- „Henry Fonda for President“
Es war nur als Witz gedacht. Aber Henry Fonda war nun mal der integre, gute Amerikaner. Deshalb gab es die Initiative, ihn zum Präsidenten zu ernennen. Später sollte mit Ronald Reagan tatsächlich ein Hollywoodschauspieler Präsident werden. Und auch der aktuelle Inhaber des Postens ist eher Showman als Politiker. Ein erhellender, dreistündiger Filmessay, in dem Fondas Stimme und Avatare von ihm durch Amerikas Vergangenheit und Gegenwart führen.
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- „Sechs Richtige“
Millionen träumen vom schnellen Reichtum - und spielen dafür Woche um Woche Lotto. Dass sechs Richtige aber nicht immer zu endlosen Glück führen kann, erzählt diese Komödie aus Frankreich in verschiedenen Episoden. Die fallen aber, wie so oft bei Episodenfilmen, unterschiedlich gut aus. Wie beim Lotto halt: Nicht jedes Kreuz ist ein Treffer.
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Und das sagen die Filmkritiker:

Weiterhin im Kino:
- Der jüngste Edmond Dantès, den es je gab: „Der Graf von Monte Christo“ mit Pierre Niney
- Halb wahr, halb erfunden: Filmbio über die irischen Krawall-HipHopper „Kneecap“
- Humor mit Hüftschaden: „Kundschafter des Friedens 2“ mit Henry Hübchen
- Ein heulender Hund und Kunst, die irre macht: „Die drei ??? und der Karpatenhund“
- Die schwarzen Witwen des Dschihad: „Rabia - Der verlorene Traum“
- Wenn eine Todes-Sekte die eigene Familie zerstört: „Jupiter“









