Berlin. Gefeierte Premiere des Musicals „Chicago“, mit der die Komische Oper ihre Interimsspielstätte Schillertheater einweiht.

Zum Auftakt gibt es eine bejubelte Glamourshow. Das Bühnenbild von Michael Levine, das die dunkle Szenerie in ein riesiges Glühbirnenmeer verwandelt, kann sofort überwältigen. Das Lichtermeer verströmt in diesen kalten Tagen viel Herzenswärme und lässt die Handlung zwischen Gefängnis und Showbühne effektvoll hin und her switchen. Nach fünf Minuten weiß man in der Premiere bereits, dass das Ensemble der Komischen Oper in seiner Interimsspielstätte Schillertheater angekommen ist: Hinter flamingofarbenen Federfächern versteckt, tanzen nackte Männer- und Frauenbeine über die Bühne. Das wieder einmal von Otto Pichler choreografierte Tanzensemble drapiert sich beim weltbekannten Musicalhit „All that Jazz“ um Hauptfigur Velma Kelly herum. Es gibt Applaus auf offener Szene. Das geht den dreistündigen Abend über so weiter.