Die Bären wurden erst am Abend verliehen. Einen Preis konnte die baskische Regisseurin Estibaliz Urresola Solaguren aber schon am Mittag entgegen nehmen: Sie bekam den Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost, den Publikumspreis im Wettbewerb, für ihren Film „20.000 especies de abejas“. Und war sowohl überrascht als auch gerührt.

So ein Festival sei wie Science-Fiction, meint die Regisseurin: Wenn man einen Film vorbereitet und dreht, denke man nur daran, dass man damit Menschen erreichen – und hoffentlich berühren könne. Wenn der Film dann auf einem Festival läuft und man sogar Preise dafür bekomme, fühle sich das ganz irreal an. „Aber ein Publikumspreis, das ist der beste Preis, den ich bekommen kann“, so die 38-Jährige. „Das zeigt mir, dass ich die Leute wirklich erreicht habe.“ Sie bedankte sich bei jedem der zwölf Geschworenen einzeln.

Der Leserpreis wird seit 1974, also seit 50 Jahren verliehen. Die letzten beiden Jahre fielen aber corona-bedingt aus.

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zdr