Als letzte Vorstellung wird in der Komischen Oper am 10. Juni Georg Friedrich Händels „Saul“ in der Inszenierung des Filmregisseurs Axel Ranisch gezeigt. Nach der Abschlussvorstellung findet ab 21 Uhr „Das Fest für alle!“ statt. Alle ist wörtlich gemeint, denn es soll auch eine Art Pyjamaparty für Kinder sein. Sie können in Begleitung mindestens eines Erziehungsberechtigten eine Nacht im Opernhaus verbringen. Mutige Kinder, so heißt es, können an Nachtwanderungen durchs Haus teilnehmen, im Schwarzlicht tanzen oder Geschichten am Lagerfeuer lauschen. Es ist für alle die letzte Chance, noch einmal das alte Opernhaus an der Behrenstraße in alle Ecken hinein zu entdecken. Am nächsten Tag beginnt offiziell der Umzug ins Schiller-Theater.

Die Komische Oper steht vor einer Generalsanierung, rund sechs Jahre sind dafür veranschlagt. Es werden nicht nur Haus- und Bühnentechnik komplett erneuert, sondern es entstehen entlang der Glinkastraße und hin zum Prachtboulevard Unter den Linden neue Gebäude. Die Kostenschätzung für das Bauvorhaben liegt derzeit bei 437,4 Mio. Euro. Das Opernensemble zieht mit dem Proben- und Spielbetrieb vom Stammhaus in Mitte ins Schiller-Theater nach Charlottenburg und will darüber hinaus andere Locations in der Stadt bespielen.

vbl