Peter Zander
Große Auszeichnung für Katharina Thalbach: Am 11. September wird die Schauspielerin, im Anschluss an die Vorstellung von „Mord im Orientexpress“, im Schiller Theater mit dem Publikumspreis Goldener Vorhang ausgezeichnet. „Seit vielen Jahren gehören Aufführungen mit Katharina Thalbach zu den Publikumsmagneten“, sagt der Präsident des Berliner Theaterclubs, Dirk Streich. Die Mitglieder des Clubs honorierten diesmal „sowohl ihre schauspielerische Darstellung des Hercule Poirot, als auch ihre Leistung als Regisseurin dieser großartigen Inszenierung.“
Mit ihrer Inszenierung hat sie das Publikum zurück ins Theater gelockt
Katharina Thalbach bekommt diese Auszeichnung bereits zum fünften Mal. Erstmals wurde sie 1993 für „Hase Hase“ im Schiller Theater ausgezeichnet, 1998 mit den Berlin Comedian Harmonists für „Veronika, der Lenz ist da“, 2009 für „Wie es euch gefällt“ und 2011 für „Der Raub der Sabinerinnen“ – die letzten drei Produktionen der Woelffer-Bühnen am Kurfürstendamm, wie auch „Mord im Orient-Express“, der im Ausweichquartier Schiller Theater gespielt wird.
„Es ist ein großes Glück für mich mein Team, dass Katharina Thalbach immer wieder bei uns auftritt und unseren Spielplan mit ihrer Kunst prägt und bereichert“, schwärmt Theaterleiter Martin Woelffer. Mit „Mord im Orientexpress“ habe sie „das Publikum nach der Pandemie wieder zurück ins Theater gelockt und zum Staunen gebracht.“
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Das Stück mit seinen vielen prominent besetzten Figuren ist die aufwendigste Produktion, die je auf die Woelffer-Bühnen gestellt wurde. Und sie war anfangs eins der prominenten Bühnenopfer der Pandemie: Weil nur wenige Tage vor der Premiere im März 2020 die Theater in den Lockdown mussten – und der titelgebende Zug dann lange erstmal auf dem Abstellgleis stand.
Das Stück startete dann erst anderthalb Jahre später, im Juli 2021. Und war auch später immer wieder vom Pech verfolgt, weil nach und nach fast jeder im Ensemble von der Pandemie getroffen wurde und immer wieder Vorführungen abgesagt werden mussten.
Dennoch ist das liebevoll inszenierte und stark gespielte Stück zum Publikumsrenner geworden. Bisher haben fast 57.000 Besucher das Stück gesehen. Nach dem anstehenden Auszug aus dem Schiller Theater wird die Ku’damm-Komödie das Stück auch an seiner neuen, zweiten Übergangsstation auf jeden Fall weiterspielen.



